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  Praxistest: Audi A3 2.0 FSI Attraction

Direkter Angriff



Deutlich mehr als die Hälfte aller A 3-Käufer entscheiden sich für die drehmomentstarken TDI-Varianten. Hightech namens FSI soll dafür sorgen, dass die Benzintradition nicht auf dem Abstellgleich verkommt.

 
  
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Audi A3 2.0 FSI Attraction
Nach der Präsentation des neuen Audi A 3 vor mehr als einem Jahr war schnell Kritik am blassen Design laut geworden. Im Vergleich zu seinem erfolgreichen Vorgänger halten sich die optischen Veränderungen tatsächlich in Grenzen. Doch das Outfit sitzt wie Maßanzug. Die meisten A-3-Käufer entscheiden sich für eine der beiden TDI-Versionen mit 105 und 140 PS. Dabei hat der 2,0 FSI mit seinem Benzindirekteinspritzer ein Hightech-Aggregat im Vorderwagen. Zwei Liter Hubraum, 110 kW/150 PS und ein versprochener Verbrauch von kaum mehr als sieben Litern auf 100 km sollen eine Alternative zu den verlockenden Dieselangeboten sein. Immerhin leistet der A 3 nicht nur 150 PS, sondern bei 3.500 U/min auch 200 Nm.

Der Ottomotor verfügt über eine Benzindirekteinspritzung, Vierventil-Technik und eine kontinuierliche Einlassnockenwellenverstellung. Mehr ist bei einem Benziner ohne Turbotechnik kaum zu machen. Doch gerade im unteren Drehzahlbereich fährt sich der 1,3 Tonnen schwere Ingolstädter recht träge. Seine 150 PS sind kaum zu spüren. Kein Vergleich zu einem drehmomentstarken TDI-Motor, der es aus dem Drehzahlkeller bereits krachen lässt. Wer sportlich unterwegs sein will, muss den Audi mit dem guten Sechsgang-Getriebe mächtig bei Laune halten. Immerhin den Spurt 0 auf 100 km/h schafft er in gemessenen 9,3 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit geht mit über 210 km/h ebenfalls in Ordnung. Schaltfaul gefahren wird es auf der Autobahn müde.

Ups, hat der Durst

Beim Verbrauch gibt es den nächsten Rüffel. Zu den versprochenen 6,8 bis 7,4 Litern Super auf 100 km fehlt im Alltagsbetrieb noch einiges. Der Verbrauch ist nicht unter der Acht-Liter-Marke zu drücken. Wer klassenüblich unterwegs sein will, kratzt gar stetig die Neun-Liter-Grenze. Von sparsamer FSI-Technik ist also kaum etwas zu spüren. Doch der A 3 hat gleichermaßen bärenstarke Seiten. Das Highlight des Dreiers ist sein Fahrwerk. Präzise Lenkung, gelungene Dämpferabstimmung sowie die gute Kombination aus Komfort und Sportlichkeit lassen das Herz jedes Piloten lachen.

Eine Klasse für sich ist bei Audi mittlerweile der Innenraum. Egal welche Variante – hochwertig und praktisch geht es in jeder Modellreihe zu. Schalter sind da, wo sie hingehören, Bedienelemente auch in dunkeln gut beleuchtet. Die Sitze lassen etwas Seitenhalt vermissen, sind jedoch bequem und die Verstellmöglichkeiten benachteiligen niemanden. Allerdings hält sich das Platzangebot im Fond in Grenzen. Doch schließlich gibt es noch den fünftürigen Sportback. Der Kofferraum misst 350 Liter. Die Rückbank lässt sich umklappen. Ein praktischer Skisack kostet 225 Euro Aufpreis.

Teueres Vergnügen

Bei der Serienausstattung markiert der Audi A 3 das untere Ende der Kompaktklasse. Bekanntermaßen ist der Bayer in den Ausstattungsvarianten Attraction, Ambition und Ambiente zu bekommen. Beim 22.300 Euro teuren A 3 2.0 FSI Attraktion sieht es besonders düster aus. Außer elektrischen Fensterhebern, ESP, Front-, Seiten- und Kopfairbags hat der Klassenprimus fast nichts ohne Aufgeld an Bord. In dieser Preisklasse sollten beheizte Spiegel (120 Euro), Nebellampen (160 Euro), Regen-Licht-Sensor (240 Euro) und ein höhenverstellbarer Beifahrersitz (80 Euro) längst selbstverständlich sein. Hier bietet die Konkurrenz deutlich mehr.

Wer Extras wie Klimaautomatik (1.390 Euro), Navigationssystem (ab 1.480 Euro), Sitzheizung (ab 320 Euro) oder Xenonlicht (750 Euro) ordern möchte, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Lohnt der Kauf des Audi A 3 2.0 FSI oder ist der 2.0 TDI die bessere Wahl? In Sachen Motorisierung kann der Benzindirekteinspritzer der Dieselversion nicht das Wasser reichen. Fahrspaß, Verbrauch und Dynamik sprechen eindeutig für den TDI. Der Aufpreis für den 140 PS starken 2.0 TDI liegt jedoch bei satten 2.150 Euro. Ein teueres Vergnügen also - aber immerhin ein Vergnügen.

 Sie wollen mehr wissen? Kein Problem ...

  
 Text: Stefan GrundhoffStand: 07.10.2004
 Fotos: press-inform 
  
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