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  Neuvorstellung: Fiat Bravo

Na Bravo!



Fiat macht Druck. Nach dem Grande Punto und dem Panda startet nun der neue Hoffnungsträger namens Bravo. Das weltweit erste Auto, das komplett am Computer entwickelt wurde, soll alte Fiat-Kunden zurückholen.

 
  
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Fiat Bravo
Fiat Bravo? Den Namen hat man doch schon mal gehört. Klar: Der Vorgänger des aktuellen und im Markt real kaum verkauften Fiat Stilo hieß ebenfalls Bravo. Zusammen mit seinem dreitürigen Zwillingsbruder Brava hatte sich der Bravo in den 90er Jahren erfolgreich an die deutschen und französischen Platzhirsche herangemacht. Nun hat Fiat Chefentwickler Harald J. Wester und sein Team in nur 18 Monaten ein völlig neues Auto auf die Räder gestellt. Die Erwartungen sind riesig - und auch die Konkurrenz schaut gespannt nach Turin, wo der neue Bravo vorgestellt wird.

Neu ist schon das jetzt dunkelrote Fiat-Logo. Statt blau künftig also rot. Und statt kantig-markig wie der Stilo soll der neue Bravo mit Eleganz und Dynamik überzeugen. Als erstes Auto überhaupt wurde der neue Golfkonkurrent komplett am Computer entwickelt. Testfahrzeuge wurden nur für die Endanstimmung von Fahrwerk und Motor gebaut. Das gab es vorher noch nie.

Der neue Bravo sieht alles andere als langweilig aus. Ähnlichkeiten zum Grande Punto und dem ebenso großen wie erfolglosen Croma sind kein Zufall und sollen den Käufern das neue Fiat-Markengesicht nahe bringen. Anders als viele Konkurrenten bemüht sich der Bravo nicht gnadenlos darum, durch sein Design Kraft und Aggressivität darzustellen. Keine wilde Pfeilung in der Motorhaube. Und auch die Radkästen sind nicht voluminös ausgestellt.

Rundling

Dafür wirkt das Design wie aus einem Guss, durchaus rundlich und eigenständig. Während Seiten- und Fensterlinie deutlich nach hinten ansteigen, fällt das Dach ab der B-Säule sanft nach hinten ab und geht in ein rundliches Hinterteil über. Die Gesamtlänge liegt mit 4,34 Meter rund zehn Zentimetern über der der Konkurrenz aus Europa und Asien. Am Heck fallen die tropfenförmigen, knallroten Leuchten und die vergleichsweise kleine Heckluke auf, durch das der Fahrer einen nur eingeschränkten Blick nach hinten genießen kann.

Im Innenraum gibt es viel Platz für bis zu fünf Personen. Besonders die Beinfreiheit im Fond setzt laut Fiat Maßstäbe. Der Radstand (2,60 Meter) und das Kofferraumvolumen (400 Liter), das durch Umlegen der Rückbank noch deutlich vergrößert werden kann, liegen an der Spitze des Kompaktklassesegments. Beim Instrumententräger fallen Ähnlichkeiten mit Alfa Romeo auf: Tachometer und Drehzahlmesser liegen in tiefen Rundhöhlen. Die Mittelkonsole wird dominiert von einem großen Multifunktionsdisplay und der darunter befindlichen Heizungsregelung.

Moderne Antriebsaggregate sollen die optische Dynamik unterstreichen. Neben den bekannten 1.9 Multijet-Turbodieseln mit 88 kW/120 PS bzw. 110 kW/150 PS und einem 66 kW/90 PS starken 1.4.Liter-Triebwerk debütiert beim Bravo eine neue Baureihe von Benzin-Turbomotoren namens T-JET (1.4 Turbo mit 88 kW/120 PS und 110 kW/150 PS).

Produziert wird der vom Centro Stile Fiat gezeichnete Fünftürer im Werk Cassino. In Deutschland kommt der neue Fiat Bravo im Februar auf den Markt. Der Einstiegspreis für den neuen Basis-Bravo sollte bei rund 14.000 Euro liegen.

  
 Text: Stefan GrundhoffStand: 31.01.2007
 Fotos: Hersteller 
  
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