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  Fahrbericht: Lancia Musa 1.9 JTD

Edle Idee



Opel Meriva, Renault Modus oder Fiat Idea stehen gerade bei jungen Familien hoch im Kurs. Viele möchten einfach anders sein. Da kommt Lancia mit dem neuen Musa gerade recht. Extravaganter als mit dem Minivan der Fiat-Edelmarke kann man kaum unterwegs sein.

 
  
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Lancia Musa 1.9 Multijet
Der Lancia Musa erinnert optisch mächtig an den kleinen Bruder, den ebenfalls exklusiven Lancia Ypsilon: Man nehme den Frauenliebling Ypsilon und paare ihn mit dem gleichermaßen praktischen und schmucken Fiat Idea – fertig ist der Musa. 72 Prozent aller Teile sind gleich. Um sich abzuheben, zieht der Musa die elegante Karte. Die Front sieht klasse aus, das Heck des 3,93 m langen Italieners aber könnte etwas mehr Chic vertragen. Doch fraglos mimt der Musa erfolgreich den Klassenschönling. Das sieht im Innenraum ähnlich aus.

Das im Idea allzu schmucklose und preiswert wirkende Armaturenbrett wurde aufgewertet. Doch richtig hochwertig mag im Innenraum auch der Musa nicht erscheinen. Nervig die Instrumente mittig über der wuchtigen Mittelkonsole und die konturlosen Sitze. Die sehen mit der harmonischen Farbauswahl des Lancia jedoch immerhin gut aus. Die Rückbank im Fond lässt sich verschieben und bietet Dank 2,50 m Radstand bequem Platz für zwei weitere Personen. Das Wohlfühlklima steigt spürbar, wenn der Musa über das mächtige elektrische Sonnendach verfügt. Im kleinen Italiner sollen die Mitfahrer Gäste, nicht "nur" Passagiere sein.

ESP nur gegen Aufpreis

Der Basismotor mit 1,4 Litern Hubraum leistet 95 PS. Die deutlich bessere Alternative sind die beiden Dieselversionen - Besonders das Topmodell mit 1,9 Litern und einem 100 PS starken Commonrail-Diesel. 260 Nm Maximaldrehmoment, 179 km/h Spitze und ein Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern Diesel auf 100 km - so drehfreudig macht das Spritsparen Spaß. Ohne Partikelfilter schafft der Lancia Musa die Schadstoffklasse Euro 4. Sportliche Höchstleistungen kann man von ihm aber nicht erwarten. Lancia-typisch ist das Fahrwerk betont komfortabel ausgelegt. Der hohe Schwerpunkt ist besonders in schnellen Landstraßenkurven spürbar. ESP gibt es nur gegen Aufpreis. Im Grenzbereich untersteuert das Italiener mächtig. Lenkung und Fünfgang-Getriebe könnten direkter sein.

Doch die starke Seite des Musa ist seine Variabilität. 32 Sitzkonfigurationen, ein Kofferraumvolumen von 320 bis maximal 1.420 Liter und jede Menge Styling sprechen für den neuesten Lancia. Unverständlichdagegen, dass nur ABS, Front- und Kopfairbags Serie sind. ESP und Seitenairbags kosten Aufpreis, während Teilledersitze, Klimaanlage und das große Sonnendach Standard sind. Der Einstiegspreis für die Basisversion Lancia Musa 1.4 Oro liegt bei 15.995 Euro.

 Sie wollen mehr wissen? Kein Problem ...

  
 Text: Stefan GrundhoffStand: 04.10.2004
 Fotos: press-inform 
  
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