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  Fahrbericht: Mercedes CLS 350 CGI

Jetzt aber!



Mercedes will es wissen. Nachdem die ersten Benzin-Direkteinspritzer kaum Kunden fanden, soll es nun der elegante CLS richten. Mehr Leistung, weniger Verbrauch - hört sich gut an. Doch lohnt die Technik wirklich?

 
  
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Mercedes-Benz CLS 350 CGI
Die Ingenieure aller Hersteller sind sich ungewohnt einig: Die direkte Benzineinspritzung ist die Technik der Zukunft. Viele haben sich in den vergangenen Jahren an der kostenintensiven Technik versucht - schließlich will man den Diesel-Aggregaten nicht kampflos die Alleinherrschaft überlassen. Nach Mitsubishi und Alfa Romeo war Mercedes-Benz einer der ersten Volumenhersteller, der Serienmodelle wie den CLK 200 CGI vom Band laufen ließ. Doch kaum ein Mercedes-Kunde wusste die moderne Motorentechnik bislang zu schätzen. Jetzt setzt Mercedes eine Klasse höher an – beim prestigeträchtigen CLS.

Schon der bisherige CLS 350 ist ordentlich motorisiert. Der 3,5 Liter große Sechszylinder hat in den vergangenen zwei Jahren viele Freunde gefunden. Damit der Kunde gar nicht erst vor der Qual der Wahl steht, haben die Stuttgarter den "normalen" 350er aus dem Motorenprogramm des CLS genommen - künftig ist der nur noch im Ausland zu bekommen. Wer sich in Deutschland für einen Mercedes CLS 350 entscheidet, kommt um die allerneueste Technik und den Namenszusatz "CGI" nicht mehr herum.

20 Pferde mehr

Kein Problem: 292 statt 272 PS, mehr Drehmoment (365 Nm) und eine Kraftstoffersparnis von rund zehn Prozent - das klingt doch erst einmal nicht schlecht. Leider hat Hightech aber nach wie vor seinen Preis. Im Vergleich zum Vorgänger sind das rund 1.400 Euro mehr: Der CLS 350 CGI hat einen Basispreis von 58.232 Euro. Dafür, verspricht Mercedes, soll das viertürige Coupé trotz sportlicher Fahrleistungen im Drittelmix aber auch nicht mehr als 9,3 Liter Superkraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchen. Mit einer Tankfüllung von 80 Litern sind so theoretisch rund 870 Kilometer drin.

Das Plus an Leistung und Minus an Verbrauch lässt sich einfach erklären: "CGI" steht neudeutsch für "charged gasoline injection". Das Aggregat erhält den Kraftstoff direkt in die Brennräume gespritzt. Die bessere Verbrennung bringt mehr Leistung und benötigt zugleich weniger teuren Sprit. Im Gegensatz zu den ersten Benzindirekteinspritzern, die SuperPlus benötigten, kommt der neue Mercedes mit Super aus.

Weniger Durst? Jein

Merkt der Fahrer überhaupt was von der modernen Technik? Tut er! Der überarbeitete neue 350er hängt spürbar besser am Gas und dreht besonders ab 4.800 Touren williger als der auch schon keinesfalls müde Vorgänger. Mit den 215 kW/292 PS ist man im knapp 1,8 Tonnen schweren Hecktriebler souverän unterwegs. Zwischen 3.000 und 5.100 Touren steht das maximale Drehmoment von 365 Nm zur Verfügung. 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden und eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sind etwas bessere Werte als bisher.

Damit bei so viel Leistung der Unterschied zum bisher 306 PS starken CLS 500 nicht allzu eng wird, hat man dem großen Bruder die neue S-Klassen-Technik auf den Weg gegeben. Die Bezeichnung bleibt gleich, doch der CLS 500 hat nun 5,5 Liter Hubraum und 388 PS unter der Haube.

Teillast

Bei den ersten Testfahrten im CLS 350 CGI konnte man die gesteigerte Agilität des Motors auch bei hohen Drehzahlen spüren - der angeblich gezügelte Durst aber war so einfach nicht nachvollziehbar: Bei sportlicher Fahrweise gab es keinen spürbaren Unterschied. Mit einem Verbrauch von unter zehn Litern auf 100 Kilometer braucht man gar nicht kalkulieren - real sind elf bis zwölf Liter.

Bei niedrigen Drehzahlen scheint der CGI etwas sparsamer zu sein. Das hat er mit anderen Benzindirekteinspritzern gemeinsam: Im Teillastbetrieb lässt sich etwas sparen. Und der CLS 350 CGI soll auch bei einem Autobahntempo von 120 km/h noch im mageren Schichtmodus laufen.

Mit dem CLS 350 CGI zeigt Mercedes, was aus Sicht der Stuttgarter technisch bei einem Benziner derzeit möglich ist. Zum großen Wurf fehlt beim Benzindirekteinspritzer jedoch wohl ein Turbolader. Der fährt im unteren Drehzahlbereich sparsam und bei hohen Drehzahlen mit Turbo- oder Kompressortechnik besonders kraftvoll. Das wäre dann wohl der nächste Schritt.

 Sie wollen mehr wissen? Kein Problem ...

  
 Text: Stefan GrundhoffStand: 07.05.2006
 Fotos: Hersteller 
  
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