Der neue Tigra will nur eins – Bestseller unter den Cabrio-Schönlingen werden. Pro Jahr sollen in Deutschland rund 16.000 Fahrzeuge abgesetzt werden. Damit würde der Tigra die beiden Platzhirsche Peugeot 206 CC und BMW 3er-Cabrio auf die Plätze verdrängen.
Ein ehrgeiziges Ziel. Aber Opel zeigt sich selbstbewusster denn je, besonders mit dem offen und geschlossen gleichermaßen schmucken Tigra. Auf Basis des nicht mehr ganz taufrischen Corsa haben die Designer einen sportlichen Roadster kreiert. Kraftvoll und ehrgeizig zeigt sich die Keilform mit flacher, selbstbewusster Front, sehr kurzen Überhängen und dem knackigen Entenbürzel. Kein Pseudo-2+2-Sitzer wie der Peugeot 206 CC, sondern ein echter Duo-Transporter mit elektrischem Klappdach aus Stahl und großem Kofferraum. Das Heck wirkt bullig, der wellenförmige Aluminiumbügel sorgt für Optik und Sicherheit. Der Preis von nicht einmal 16.700 Euro ist eine Kampfansage an die gesamte Konkurrenz. Zu diesem Preis war ein Cabrio mit Ganzjahresqualitäten bislang nicht zu bekommen.
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Und selbst der 1,4 Liter große Basismotor macht durchaus Spaß. 66 kW/90 PS reichen, um flott über Stadt und Land zu fahren. 125 Nm maximales Drehmoment, 0 auf 100 km/h in 12,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h machen den 3,92 m langen Tigra nicht zum Kurvenräuber - aber zu einem standesgemäß motorisierten Cabrio. Zudem bietet der beim französischen Cabriospezialisten Heuliez produzierte Zweisitzer einen akzeptablen Verbrauch. Auf 100 km sollen es kaum mehr als sechs Liter sein - der Spaßfaktor ist Dank des guten Fahrwerks inklusive. Allein kurze Stöße schlagen unangenehm zu den Passagieren durch. Wer mehr Sportlichkeit möchte, entscheidet sich für den Tigra 1.8 mit 125 PS und einem deutlichen Plus an Fahrdynamik.
Der Urlaub kann kommen
Das Stahldach öffnet sich in knapp 20 Sekunden problem- und lautlos, leider jedoch nur teilelektrisch. Das satte Kofferraumvolumen von 440 Litern schrumpft dann auf immer noch beachtliche 250 Liter. Die sind durch den geschickten Klappmechanismus des Opel jedoch jederzeit gut zu beladen. Hinter den Sitzen gibt es ein weiteres Staufach mit 70 Litern. Praktisch nicht nur für Jacken oder Taschen. Der nächste Urlaub kann kommen. Der Tigra präsentiert sich trotz knapper Abmessungen und des großen Verdeckkastens hinter dem Sitzen als geräumig, das Innendach ist verkleidet.
Die Sportsitze lassen etwas an Seitenhalt vermissen. Störend der unzureichende Verstellbereich von Kopfstützen und Lenkrad. Gelungener Clou: Der Kofferraum öffnet sich auf Knopfdruck elektrisch - leider aber nicht per Fernbedienung. Der Opel Tigra steht in den drei Ausstattungsvarianten Enjoy, Sport und Cosmo beim Händler.