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  Fahrbericht: Volvo V50 T5 AWD

Vier gewinnt



Audi hat es mit dem Quattro-Antrieb vorgemacht - und nun kommen bislang gläubige Vertreter des Frontantriebs auf den Geschmack und werten Modellreihen durch sportliche Allradversionen auf. Wie Volvo jetzt mit dem V50 T5 AWD.

 
  
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Volvo V50 T5 AWD Kinetic
Längst nicht alle Kombikäufer suchen ein Raumangebot wie im Ballsaal oder fahren im Monatsrhythmus zu Ikea und Co. Stattdessen stehen Design und Image im Vordergrund. Davon bietet der kleinste Volvokombi einiges - besonders als edler T5 Allrad. Seine Kraft sieht man ihm nicht einmal auf den dritten Blick an. Immerhin schlummert unter der nasal geformten Motorhaube ein mittelprächtiger Vulkan. 162 kW/220 PS blubbern sanft aus dem 2,5-Liter großen Fünfzylinder mit der obligatorischen Turbinenaufladung. Bereits ab 1.500 U/min steht das maximale Drehmoment von 320 Nm zur Verfügung. Bis 4.400 U/min bleibt die Kraft unverändert an der Kurbelwelle. Eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h und eine Spurtpotenzial 0 auf 100 km/h in kaum mehr als sieben Sekunden beeindrucken ebenfalls.

Damit die Motorleistung nicht wie beim Fronttriebler ähnlich nervig am Steuer zerrt, hat der V50 T5 AWD einen variablen Allradantrieb im Gepäck. Im Normalfall wird die Kraft zu 95 Prozent an die beiden Vorderräder übertragen. Verliert ein Rad an Grip, geht ein Teil der Power über eine Haldex-Kupplung an die Hinterachse. Allrad hört sich gut an. Doch auf Schnee und Eis offenbart das System durchaus Schwächen. So greift das elektronische Stabilitätsprogramm DSTC (ESP) in Kurven derart früh ein, dass die Hinterräder gar nicht dazu kommen, die Kraft zu übertragen. Bleibt nur eins: DSTC in den eingeschränkten Modus schalten - und schon geht es deutlich besser. Auf festem Untergrund und beim Beschleunigen sieht es ohnehin besser aus: Verlieren die Räder an der Vorderachse die Haftung, geht die Kraft mit Verzögerung nach hinten.

Vor-Spannung

Anfang nächsten Jahres soll das System verbessert werden. Das neue Volvo Topmodell XC90 V8 hat bereits einen Volvo-Allradantrieb der zweiten Generation. Hier liegt auf der Haldexkupplung eine Vorspannung an und der variable Hinterradantrieb arbeitet so mit deutlich weniger Verzögerung. Noch sinnvoller scheint es jedoch, dass Volvo die Kraftübertragung von derzeit 95:5 Prozent ändert und auch im normalen Fahrbetrieb mehr Kraft an die Hinterachse bringt. Das kostet zwar Benzin, sorgt aber im Grenzbereich für noch mehr Sicherheit.

Zum sportlichen Charakter des Volvo V50 T5 AWD passt die sportliche Federung sowie die gelungene Fahrwerksabstufung. Ebenso tragen die direkten Lenkung und das aus den R-Sportversionen entliehene Sechsgang-Getriebe zum dynamischen Fahrspaß bei. Für 1.700 Euro Aufpreis gibt es ein Automatikgetriebe, dass noch besser in den T5 passt. Volvo verspricht für die AWD-Variante einen Verbrauch von unter zehn Litern Super auf 100 km.

Allrad = 2500 Euro +

Im Innern gibt sich der sportliche Lifestylekombi betont elegant und dezent. Die Sitze sind angenehm straff, könnten jedoch mehr Seitenhalt vertragen. Das Cockpit wirkt durch Instrumente und Schalter nüchtern. Zur frei schwebenden Mittelkonsole mögen die Plastikabdeckungen jedoch nicht passen. Das Platzangebot ist befriedigend, jedoch alles andere als üppig. In das Gepäckabteil passen zwischen 417 und 1.307 Liter. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 40:60 teilen. Die Sicherheitsausstattung des T5 umfasst ABS, Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie ESP. Zudem gibt es ein kraftvolles Dolby-Surround-System und eine Klimaautomatik.

Der Einstieg in die Volvo-Allradklasse beginnt mit dem Volvo V50 T5 AWD Kinetic bei 34.600 Euro - das macht einen deftigen Aufpreis von über 2.500 Euro auf die frontgetriebene Normal-Version, die 32.100 Euro kostet. Für 950 Euro Aufpreis gibt es die Ausstattungsvariante Momentum mit Bordcomputer, Tempomat, Nebelscheinwerfern und Multifunktionslenkrad. Zu empfehlen sind zudem Ausstattungsdetails wie Xenonlicht (890 Euro), DVD-Navigationssystem (1.920 Euro) und Sitzheizung (300 Euro).

 Sie wollen mehr wissen? Kein Problem ...

  
 Text: Stefan GrundhoffStand: 17.03.2005
 Fotos: Hersteller 
  
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