Mini JCW Electric & Mini Cabrio

VonPatrick Solberg

14. Oktober 2024

Leistungsdefizit

Mini legt für seine beiden Modelle Hatch und Aceman elektrische John-Cooper-Works-Sportversionen auf. Was überrascht: die Motorleistung präsentiert sich trotz Renndress eher zurückhaltend. Dann vielleicht doch lieber ins offene Mini Cabrio steigen?

Opel hat es vorgemacht und seine einstigen Sportmodelle der GS-Familie in der neuesten Modellgeneration zu einer reinen Ausstattungsvariante werden lassen. Nicht viel anders sieht es nunmehr bei den Mini-Modellen aus, denn das John-Cooper- Works-Abzeichen, das die sportlichen Elektroversionen von Mini Hatch und Mini Aceman nunmehr verliehen bekommen, ist nur mit einer zurückhaltenden Leistungsspritze verbunden. Denn statt ehemals über 300 JCW-PS leistet das dynamische Duett mit Stecker nunmehr gerade einmal 190 kW / 258 PS. Noch blasser sieht es bei der Höchstgeschwindigkeit aus, denn bei 200 km/h wird allzu früh für einen Sportler elektronisch abgeriegelt. Bereits die Basisversion ein VW Golf 1.5 eTSI fährt über 200 km/h und die benzingetriebenen Mini Cooper C und Cooper S sind ohne JCW-Ornat bei entsprechendem Wunsch der Fahrers 216 oder 240 km/h schnell.

Solide Sprintleistung, aber nur geringe Reichweite

Das kann auch der Imagesprint von 0 auf Tempo 100 in 5,9 sowie 6,4 Sekunden für die John-Cooper-Works-Versionen von Mini und Mini Aceman nicht ausgleichen, die nicht zuletzt durch eine elektrische Boost-Funktion ermöglicht werden. Mit Betätigen des Wippschalters am Lenkrad aktiviert der Fahrer den Go-Kart-Mode, der kurzzeitig 20 Kilowatt zusätzlichen Tatendrang abrufen kann. Die im Unterboden verbauten jeweils 54,2 kWh großen Akkupakete sorgen dafür, dass mit einer Ladung Strecken von über 350 Kilometern zurückgelegt werden können. Zumindest optisch machen Mini JCW Electric und Mini Aceman JCW mit Sportreifen, rot lackierter Bremsanlage, Schwellern sowie Schürzen und Spoilern auf sportlich. Innen bieten das Doppelpack Kunstleder-Sportsitze sowie das bekannte Rund-Display für alle wichtigen Informationen. Die Preise liegen bei 39.700 (MINI JCW) sowie 42.200 Euro (Mini JCW Aceman).

Mini Aceman JCW Electric 2025 (Foto: Mini)
Mini Aceman JCW Electric 2025 (Foto: Mini)
Mini Cabrio 2025 (Foto: Mini)
Mini Cabrio 2025 (Foto: Mini)
Mini Cabrio 2025 (Foto: Mini)
Mini Cabrio 2025 (Foto: Mini)
Mini Cabrio 2025 (Foto: Mini)
Mini JCW Electric 2025 (Foto: Mini)
Mini JCW Electric 2025 (Foto: Mini)

Wer mehr Fahrwind im Haupthaar verspüren möchte, kann im kommenden Frühjahr auch auf das neue Mini Cabrio umsteigen – zunächst ohne Elektroantrieb. „Wir sind sehr stolz darauf, auch in der aktuellen Mini-Familie unseren Kunden ein echtes Cabrio anzubieten. Unser neues Mini Cooper Cabrio bietet unverwechselbaren, markentypischen Fahrspaß, gepaart mit grenzenloser Freiheit und großen Emotionen“, sagt Stefan Richmann, Leiter der Marke Mini. Wie die geschlossenen Versionen wird auch das Mini Cabrio als Cooper C mit 120 kW / 163 PS und als Cooper S mit 150 kW / 204 PS angeboten. Noch mehr Fahrspaß verspricht das später nachfolgende Mini John Cooper Works Cabrio. Während sich das vollelektrische Stoffdach unverändert bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h öffnen oder schließen lässt und über eine Schiebedachstellung verfügt, ist das 3,88 Meter lange Mini Cabrio nicht mehr mit edlen Ledersitzen zu bekommen. Die Preise beginnen bei 31.200 Euro für das Mini Cooper C Cabrio. Das Ladevolumen für den Viersitzer liegt zwischen 160 und 215 Liter.