VW ID Cross Concept 2025

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VonStefan Grundhoff

8. September 2025

Der neue Markenkern

IAA 2025 in München – viele VW-Fans hatten sich bereits auf das Serienmodell des kleinen Elektro-Crossovers gefreut, doch das lässt weiter auf sich warten. So gibt es auf der Internationalen Automobilausstellung nur den getarnten ID Polo und die elektrische Konzeptstudie des ID Cross zu sehen.

So ganz konnte sich Volkswagen von der ID-Nomenklatur dann doch nicht verabschieden. Zwar wurde aus dem ID2 nunmehr der ID Polo und der SUV-Ableger wird die Bezeichnung ID Cross bekommen, doch vielleicht wäre der volle Schritt zurück zu normalen Namen die bessere, weil einfachere Variante gewesen. So wird im Vorfeld der IAA der VW ID Cross Concept enthüllt – wieder kein Serienmodell, aber immerhin etwas näher an der Serie. Bis zum Marktstart dauert es noch rund ein Jahr und da wollten die Wolfsburger dann doch noch nicht das Serienmodell zeigen.

Gefällig ist der neue Elektro-Crossover allemal, doch auch wenig überraschend und nicht allein bei C-Säule und Proportionen kommen Erinnerungen an das französische Doppelpack aus Citroen C3 / C5 Aircross auf. Immerhin lächelt der 4,16 Meter lange ID Cross aus einem freundlichen Gesicht seine Betrachter an, wirkt trotz überschaubarer Abmessungen stämmig und mit Front- / Heckdesign sowie umlaufenden Kunststoffflächen an den Radläufen allemal selbstbewusst. Während die Studie auf stattlichen 21-Zöllern rollt, dürfte für die Serienversion bei 20 Zoll Schluss sein. Ein selbstbewusstes Auftreten ist wichtiger denn je, denn der elektrische Crossover aus dem B-Segment ist für Volkswagen ein überaus wichtiges Auto. „Wir nennen unsere neue Designsprache ‚Pure Positive‘. Wir setzen dabei auf eine pure und kraftvolle Klarheit, eine visuelle Stabilität und eine positive, sympathische Ausstrahlung der Fahrzeuge“, sagt Chefdesigner Andreas Mindt, „pur und klar sind auch die Linien und die kraftvollen Flächen des ID Cross Concept. Sie formen ein SUV, das keinem Trend hinterherläuft, sondern Trends setzt und die Identität der Marke in die Zukunft überführt.“

Das puristische Innere der aktuellen ID-Familie bleibt auch beim ID Cross erhalten, doch zumindest sind Türtafeln, Armaturenbrett und Konsolen nunmehr mit unterschäumten Textilien bespannt, die eine wohnliche Atmosphäre verbreiten. Kunden werden den Einzug der haptischen Taster am Lenkrad und der Mittelkonsole zu schätzen wissen. Derweil könnten die 11- und 13 Zoll großen Displays für ein Fahrzeug des Modelljahres 2027 durchaus größer sein. Hier fährt VW eine andere Taktik als so mancher Wettbewerber -speziell aus Asien. Innen gibt es Dank des 2,60 Meter langen Radstandes Platz für vier – notfalls auch fünf – Personen und die Ablage der Smartphones liegt endlich im sicht- und greifbaren Bereich. Der 450 Liter große Laderaum lässt sich durch Umlegen der Rückbank stattlich erweitern und dann ist da noch der zusätzliche Frunk unter der Motorhaube mit weiteren immerhin 25 Litern für Kleinteile.

Angetrieben wird der VW ID Cross – unterwegs auf dem modularen Elektrobaukasten – anders als ID3 oder ID4 über die Vorderachse. Der Elektromotor aus dem Konzernregal leistet 155 kW / 211 PS und schafft mit seiner im Unterboden versteckten Batterie mit einer Kapazität von knapp über 50 kWh eine Reichweite von 420 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit: überschaubare 175 km/h. Überraschenderweise wird es als Option keine größere, sondern nur eine kleinere Batterie mit rund 38 kWh geben, um eine günstige Einstiegsversion von deutlich unter 30.000 Euro zu ermöglichen. Deren Reichweite liegt dann jedoch beim kaum mehr als 300 Kilometern.

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