Jeep Recon

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VonZaid Hamid

20. November 2025

Lautlos ins Gehölz

Mit dem Recon bringt Jeep seinen ersten vollelektrischen Offroader auf den Markt, der auch im härtesten Gelände kaum Grenzen kennt. Er soll selbst den legendären Rubicon Trail bewältigen können – in elektrischer Flüsterfahrt. 

Mit wenigen Handgriffen lässt sich der rustikale Jeep Recon so entblättern, wie man es von Wrangler oder Bronco kennt und dann geht noch puristischer mit Blick in die Natur ins Gelände. Dabei liefert der Elektroantrieb Leistungsreserven, die bisher in dieser Klasse kaum vorstellbar schienen. Die Antriebsmodule an beiden Achsen leisten gigantische 478 kW / 650 PS und 841 Nm maximales Drehmoment, das – besonders wichtig im Gelände – ohne Verzögerung zur Verfügung steht. Auf Wunsch spurtet er Offroader auf seiner eigens entwickelten 400-Volt-Geländewagenplattform aus dem Stand in 3,7 Sekunden auf Tempo und wird bei 160 km/h abregelt. Die Reichweite ist trotz des 100-kWh-Akkus im besonders geschützten Unterboden mit rund 400 Kilometern jedoch recht überschaubar. Wie man es von den anderen Geländewagen aus dem Hause Jeep kennt, bietet der 4,90 Meter lange Recon fünf verschiedene Fahrmodi für alle Wetter- und Straßenbedingungen.

Das Herzstück des Antriebssystems des Jeep Recon bilden die von Stellantis entwickelten elektrischen Antriebsmodule an Vorder- und Hinterachse mit je 250 kW / 340 PS Leistung. Jede Antriebseinheit vereint Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik in einer kompakten Einheit. Um die Geländegängigkeit zu maximieren, verfügt der Heckmotor der Moab-Ausstattung über eine Achsübersetzung von 15:1. Dies sorgt für eine hohe Drehmomentverstärkung und unterstützt den Fahrer bei anspruchsvollen Bedingungen im harten Gelände. Zudem bietet der Recon ein elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial, wodurch das üppige Drehmoment bei zugeschaltetem Differenzial auf beide Hinterräder verteilt wird. Per Knopfdruck kann der Fahrer zwischen offenem und vollständig gesperrtem Differenzial umschalten. Das vordere Differenzial nutzt eine Achsübersetzung von 11:1 in offener Bauweise, wobei die Vorderachse mit seiner automatischen Entkopplung ausgestattet ist, die Energieverbrauch auf festem Untergrund minimiert. Das Fahrwerk und die serienmäßigen 33-Zoll-Reifen der Moab-Ausstattung bieten eine Bodenfreiheit von 23,1 Zentimetern. Zudem bietet der Elektro-Klettermaxe Böschungswinkel von 33,8 Grad, Rampenwinkel von 33,1 Grad und einen Kippwinkel von 23,3 Grad.

„Der Jeep Recon 2026 ist ein mutiger Schritt nach vorn für die Marke – ein vollelektrischer SUV, der unseren Kernwerten Freiheit, Abenteuer und Leistungsfähigkeit treu bleibt. Er ist geländetauglich, speziell für diesen Zweck entwickelt und bereit, Jeep-Fans in die Zukunft zu begleiten, ohne Kompromisse bei der legendären Performance einzugehen, die sie erwarten“, sagt Jeep-CEO Bob Broderdorf, „mit dem Jeep Recon beweisen wir, dass Elektrifizierung nicht nur mit Offroad-Exzellenz vereinbar ist, sondern diese sogar auf ein neues Niveau hebt.“ Zu einem Basispreis von 65.000 US-Dollar wird der elektrische Jeep Recon Anfang kommenden Jahres zunächst in den USA und Kanada angeboten; 2026 / 2027 sollen zahlreiche weitere Märkte folgen, zu denen auch Europa gehören dürfte.

Im Innenraum des Elektro-Offroaders gibt es viel Platz für bis zu fünf Personen nebst rustikalen Materialien und eine Zubehörschiene, an die sich Details wie Kameras, Navigationsgeräten oder Taschenlampen befestigen lassen. Die zweistufige Mittelkonsole bietet Ablagen, eine Ladeschale und einen Kabelschacht für Tablets oder Notebooks. Praktisch präsentieren sich auch die modularen Türverkleidungen mit abnehmbaren Gummibändern und austauschbaren Gepäcklösungen. Wer die Rücksitze umlegt, kann größere Gegenstände einladen und bis zu 1.875 Liter Kofferraumvolumen nutzen, während das Ladekabel in dem 85 Liter großen Frunk verstaut werden kann. 

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