Fiat Tris

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VonZaid Hamid

30. Dezember 2025

Auf den Spuren der Ape

Keine Frage, die Ape ist Kult. Der dreirädrige Lastenesel von Vespa-Hersteller ist seit den 1950er Jahren von den italienischen Straßen kaum wegzudenken. Jetzt bietet Fiat mit dem Tris einen elektrischen Nachfahren an. 

Die schlechte Nachricht vorweg: zunächst wird der neue Fiat Tris allein in Afrika und dem Nahen Osten angeboten werden; doch ein Einsatz in Europa scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Der Fiat Tris ist ein dreirädriges Elektromobil, dass in den ausgefahrenen Spuren der mittlerweile eingestellten Piaggio Ape unterwegs ist. Während das italienische Kultdreirad zwischen Palermo und Bozen jedoch seit sieben Jahrzehnten mit Zwei- und Viertakttechnik über Straßen und Wege knatterte, um die Waren zum Kunden zu bringen, ist der Tris rein elektrisch unterwegs. Eine Akkuladung des 6,9 kWh großen Batteriepakets reicht für 90 Kilometer – genug, um den Transportbedarf im urbanen Alltag zu decken. Nachgetankt wird ähnlich der Vespa Elettrica mit einem 220-Volt-Stecker, der das kleine Akkupaket in dreieinhalb Stunden von 0 auf 80 Prozent erstarken lässt. Bis zur vollen Ladung vergehen 4.40 Stunden.

Angetrieben wird der Fiat Tris von einem 48-Volt-Elektromotor, der 9 kW / 12 PS und ein maximales Drehmoment von 45 Nm liefert. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 45 km/h abgeregelt.  „Der Tris ist mehr als nur ein neues Fahrzeug – er ist ein Durchbruch in der Art und Weise, wie wir urbane Mobilität denken. Er ist entstanden aus der italienischen Kreativität des Centro Stile und wurde entwickelt für die Realitäten des täglichen Lebens“, erläutert Fiat-CEO Olivier Francois, „mit seinem Debüt im Nahen Osten und in Afrika wird der TRIS die Mobilität auf der letzten Meile verändern und neue Wege zu wirtschaftlicher Selbstbestimmung und sozialer Teilhabe eröffnen. Und wir glauben, dass sein Potenzial weit darüber hinausgeht – Europa könnte das nächste Land sein, denn diese Art von intelligenter, nachhaltiger Lösung spricht eine universelle Sprache.“

Als vielseitiges Nutzfahrzeug wurde der 3,17 Meter lange Fiat Tris, produziert in Marokko, für ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten konzipiert – von der städtischen Logistik und der Zustellung auf der letzten Meile bis hin zu mobilen Unternehmen und Transportdiensten. Der elektrische Tris mit seinen 12-Zoll-Rädern wird mit den drei Aufbauten Pritsche, Pick-Up und Fahrgestellt angeboten, um dem Nutzer ein Maximum an Einsatzmöglichkeiten zu bieten. Die Pick-Up-Version kann mit ihrer 2,25 Quadratmeter großen Ladefläche zum Beispiel für den Transport verschiedenster Güter wie Obst, Sand oder Möbel, während Pritsche und Fahrgestellkabine die Basis für individuelle Aufbauten anbieten. Perfekt für die Innenstadt ist ein Wendekreis von knapp über sechs Metern und eine Nutzlast von 540 Kilogramm.

Innen ist der Fiat Tris zwar nicht ganz so spartanisch wie einst die Ape, großen Komfort müssen die gewerblichen Insassen jedoch nicht erwarten. Der Fahrer blickt auf ein 5,7 Zoll Display, auf dem unter anderem Tempo, Batteriestand und Reichweite dargestellt werden. Der Name Tris steht nicht allein für die drei Räder, sondern auch für die drei LED-Scheinwerfer, mit denen das Elektro-Dreirad sich seinen Weg durch die Dunkelheit bahnt. 

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