Volvo EX60

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VonStefan Grundhoff

22. Januar 2026

Der Partycrasher

Nach der Doppelpremiere auf der IAA 2025 in München vergangenen Herbst spricht beim BMW-iX3-Gegner alles nur vom Mercedes GLC EQ. Doch der elektrische Volvo EX60 könnte zum gefährlichen Newcomer werden, der viele überrascht.

In Sachen Design macht den Schweden seit Jahren kaum einer etwas vor, denn auch die neue EX-Modellreihe, beginnend mit EX90 und EX30 ist ebenso sehenswert wie die ES90-Limousine. Das zentrale Fahrzeug für die kommenden Jahre dürfte jedoch der neue Volvo EX60 sein; ein elektrischer Mittelklasse-Crossover, der mit guter Serienausstattung und einem zeitgemäßem 800-Volt-Bordnetz punktet. Innen wie außen gibt es das bekannt zurückhaltende Volvo-Design mit klassengemäßem Platzangebot, guter Verarbeitung und praktischen Lösungen. Dabei ist der 4,81 Meter lange Volvo EX60 ist nicht nur als Normal- und Cross-Countryversion mit optischen Offroad-Genen zu bekommen, sondern der Kunde muss sich auch an eine neue Nomenklatur bei den einzelnen Versionen gewöhnen. 

Die Basisversion des 4,81 Meter langen Crossovers trägt die Bezeichnung Volvo EX60 P6 Plus und wird mit einer Leistung von 275 kW / 374 PS zu einem Einstiegspreis von 62.990 Euro allein über die Hinterachse angetrieben. Die höhere Ausstattungsvariante heißt „Ultra“, während alle 60er-Modelle mit einer 95-kWh-Batterie unterwegs sind.  Mehr Kunden dürften sich auf vielen Märkten für die Allradversion EX60 P10 AWD Plus entscheiden, die über beide Achsen angetrieben zu Preisen ab 65.990 Euro 375 kW / 510 PS / 710 Nm bietet. Das 2,3 Tonnen schwere Topmodell mit dem Namen EX60 AWD P12 leistet als Allradler mächtige 500 kW / 680 PS und kostet mindestens 71.990 Euro; wird trotz der gigantischen Motorleistung jedoch bereits bei gerade einmal 180 km/h abgeriegelt. Die Cross-Country-Version des EX60 ist zunächst nur als 375 kW / 510 PS starker P10 ab 68.990 Euro zu bekommen. Marktstart ist im nächsten Sommer. 

Alle Modelle – unterwegs auf der hauseigenen SPA3-Architektur – bieten unter anderem 800-Volt-Bordnetz, Panoramadach, LED-Matrix-Scheinwerfer, rahmenlose Türen, elektrische Heckklappe, elektrische Sitze vorn / hinten, 20-Zoll-Alufelgen, Bose-Sound oder einen 22-kW-Onboard-Charger. Fahrer und Insassen blicken auf 11-Zoll-Instrumente sowie einen zentralen 15,4-Zoll-Touchscreen. Durch die 800-Volt-Technik lädt der chinesische Schwede in zehn Minuten für die nächsten 340 Kilometer, während die Normreichweite der Variante mit Hinterradantrieb bei 810 Kilometern und damit auf dem Niveau des direkten Wettbewerbers BMW iX3 liegt. Von 10 auf 80 Prozent erstarkt das Batteriepaket im Unterboden Dank einer Ladegeschwindigkeit von bis zu 370 kW in knapp 20 Minuten. Per Plug-and-Charge-Funktion können App oder Ladekarte im Auto verbleiben, denn der Ladestecker reicht, um das Nachtanken beginnen zu lassen. Auch das Öffnen und Schließen des Fahrzeugs geschieht per Smartphone. 

Optional ist nur ein Winterpaket (500 Euro) mit beheizten Rücksitzen, Lenkradheizung und beheizte Scheibenwischer sowie ein Fahrerassistenzpaket (ab 1.400 Euro) zu bekommen. Das Ladevolumen von 523 bis 1.647 Litern ist durch den bis zu 85 Liter großen Frunk nochmals erweitert werden, während es im Innern durch den 2,97 Meter großen Radstand viel Platz für die bis zu fünf Insassen gibt. 

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