Vor der Fahrt in den Sommerurlaub 2026

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VonZaid Hamid

29. Juni 2026

Bitte Aufpassen!

Der Sommerurlaub und die Hauptreisezeit des Jahres stehen vor der Tür. Millionen von Europäer reisen in den kommenden drei Monaten in ein Nachbarland und machen Ferien – oftmals mit dem eigenen Auto. Doch vor der Fahrt sollte man kurz checken, ob es Änderungen auf der Wegstrecke oder im Urlaubsland gibt. Sonst drohen teure Überraschungen bei Kontrollen.

Wer mit dem Auto, Wohnmobil, Wohnwagen oder Motorrad verreist, der sollte den eigenen fahrbaren Untersatz vorher genau checken, ob technisch alles passt und Antrieb, Reifen, Bordwerkzeug sowie Papiere für die Tour vorbereitet sind. Darüber hinaus gibt es in diesem Sommer in einigen Ländern Neuerungen, auf die die Urlauber ebenfalls vorbereitet sein sollten. Ein Dauerthema bleiben die Warnwesten. In Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien oder Kroatien müssen sich zum Beispiel Warnwesten für alle Insassen im Fahrzeug vorhanden sein. Ländern wie Bulgarien, Litauen oder Rumänien verlangen unverändert einen Feuerlöscher mit gültigem Prüfdatum.

Einreise nach Großbritannien
Wer nach Großbritannien einreist, benötigt seit etwas mehr als einem Jahr ähnlich wie in den USA eine elektronische Einreisegenehmigung – kurz ETA (Electronic Travel Authorisation), die er mitführen muss. Mittlerweile ist die nicht allein für Flugpassagiere bei der Einreise verpflichtend, sondern Zoll und Ordnungsbehörden kontrollieren mittlerweile auch Touristen, die mit Auto, Camper und Motorrad ins Land eingereist sind, ob eine entsprechende Genehmigung vorliegt. Diese kostet umgerechnet 23 Euro und kann per Smartphone-App oder das Portal www.gov.uk/eta beantragt werden.

Maut in Italien
Die Autobahnmaut in Italien ist ein teures Vergnügen und verdoppelt mitunter die Benzin- oder Ladekosten für die Fahrt. Seit dem 1. Juni können Autofahrer einen Teil der Autobahnmaut zurückerhalten, wenn man wegen Baustellen erhebliche Zeit im Stau gestanden hat. Berechnet und beantragt wird die Erstattung über ein App. Aktuell gilt die mögliche Erstattung jedoch nur für Fahrzeuge mit italienischer Zulassung. 

Maut in Österreich
Auch die Maut in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter verteuert. Aktuell kann das sogenannte „Pickerl“ noch an Tankstellen und anderen Verkaufsstellen erworben und dann auf die Windschutzscheibe geklebt werden. Ab kommendem Jahr ist die österreichische Autobahnvignette nur noch digital zu erwerben. Doch Vorsicht: Es gibt aktuell zahlreiche Warnungen vor gefälschten Webseiten für den Vignettenkauf. Am besten erwirbt man diese daher ausschließlich direkt über den Autobahnbetreiber Asfinag oder vertrauenswürdige deutsche Anbieter wie das Mautportal des ADAC.

Spanien – Blinklicht statt Warndreieck
Bei Pannen und Unfällen reicht es für in Spanien zugelassene Fahrzeuge seit Januar 2026 nicht mehr aus, ein Warndreieck aufzustellen. Stattdessen ist insbesondere wegen der deutlich besseren Sichtbarkeit der Gefahrenstelle bei Dämmerung oder Dunkelheit nunmehr ein batteriebetriebenes gelbes Blinklicht vorgeschrieben. Wer im Urlaub einen spanischen Leihwagen fährt, sollte vor der Abfahrt kontrollieren, ob dieses Blinklicht an Bord ist. Wer mit dem eigenen Auto nach oder durch Spanien fährt, darf weiterhin das Warndreieck benutzen. Dieses muss in einem in Deutschland zugelassenen Pkw ohnehin an Bord sein. Das gelbe B16-Blinklicht sendet beim Einschalten automatisch ein anonymisiertes GPS-Signal des Pannen- oder Unfallorts, das in die Navigationssysteme anderer Verkehrsteilnehmer übertragen wird.

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