Dacia Striker Hybrid – der 25.000-Euro-Kombi

Günstige Versuchung

Vorbei sind die Zeiten, als Renault-Tochter Dacia allein zu jenen Kunden schielte, die nur eine Handvoll Euro für ein Neufahrzeug ausgeben wollte. Der neue Striker zeigt, dass Dacia längst viel größere Pläne hat. 

Der neue Striker dürfte der Volumenkonkurrenz aus Asien und Europa keine gute Laune machen. Dacia preist seinen Striker dabei als Kombi für das C-Segment an, doch die SUV-Gene sind optisch wie technisch offensichtlich, denn es gibt für den Bruder des Bigster nicht allein mehr Bodenfreiheit (20 cm) und eine höhere Sitzposition, sondern auch einen optisch leicht rustikalen Auftritt und auf Wunsch einen Allradantrieb. Längst macht bei Dacia nicht allein der Preis die Musik, doch der stimmt mit dem neuen Topmodell ebenfalls. Die Basisversion des Striker beginnt bei unter 25.000 Euro. David Durand, Vice President Design Dacia: „Striker ist eine neue und ergänzende Antwort auf aktuelle automobile Erwartungen, die auf einer anderen Balance beruht als die herkömmlicher SUVs.“ Durch Modelle wie Bigster und Striker will der französische Autobauer nach oben wachsen und seinen Verkaufsanteil im C-Segment von derzeit 20 bis zum Jahre 2035 auf rund 33 Prozent vergrößern.

Während andere Hersteller bei immer mehr Modellen auf einen reinen Elektroantrieb setzen, sieht das bei Dacia auch beim 4,62 Meter langen Striker anders aus. Die Basisversion des 1,4 Tonnen schweren Striker Mild Hybrid G-140 wird von einem 1,2 Liter großen Dreizylinder angetrieben, der von einem 48-Volt-Bordnetz mit 0,8 kWh kleiner Batterie unterstützt wird. Wahlweise mit Sechsgang-Handschaltung oder -Automatik kombiniert, kann das 140-PS-Triebwerk ganz nach Wunsch mit Benzin oder LPG betankt  werden. Auf Wunsch ist der 103 kW / 140 PS / 230 Nm starke Benziner auch als Allradversion mit sechsstufigem Doppelkupplungsgetriebe zu bekommen, wobei an der Hinterachse allein ein Elektromotor mit überschaubaren 23 kW / 31 PS / 87 Nm arbeitet. Fünf Fahrmodi ermöglichen für den Pseudo-Crossover – unterwegs auf 17-, 18- oder 19-Zöllern – auch Touren ins leichte Gelände.

Der Striker Hybrid wird von einem 109 PS starken 1,8-Liter-Vierzylinder befeuert, der mit zwei Elektromotoren (36 kW / 49 PS plus Startergenerator) sowie einem 1,4-kWh-Akku kombiniert ist und somit eine Gesamtleistung von 114 kW / 155 PS bietet. Die Kraft wird über ein elektrisches Getriebe mit vier Gängen für den Verbrennungsmotor und zwei Stufen für den Elektrobetrieb an die Vorderachse übertragen, sodass eine Kupplung entfallen kann. Speziell im Stadtverkehr können die hybriden Striker-Versionen so bis zu 80 Prozent der Zeit elektrisch fahren. 

Den Innenraum kennen Dacia-Fans bereits vom Bigster. Auch in dem Kombi-Bruder geht es betont aufgeräumt und nüchtern zu. Hartplastik wird durch Textilelemente und den zentralen 10-Zoll-Bildschirm aufgewertet, während es überall im Fahrzeug praktische Ablagen und Clipmöglichkeiten für Smartphone oder andere Ausstattungsdetails gibt. Wem der 600 Liter große Laderaum hinter der je nach Ausstattungsvariante elektrischen Heckklappe zu klein ist, kann die Rückbank im Verhältnis 40:60 umklappen oder den dreiteiligen Ladeboden nutzen, um das Verrutschen von Gegenständen zu verhindern und dann auf große Fahrt gehen – in eine neue Dacia-Ära. Marktstart des Dacia Striker ist Ende des Jahres.

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