Das Sechs-Stunden-Rennen in Texas findet am 6. September statt und ist der nächste Einsatz für die beiden Peugeot 9X8. Gleichzeitig beginnt damit die zweite Hälfte der WEC-Saison 2026. Im weiteren Jahresverlauf stehen unter anderem die neu in den Kalender aufgenommenen 6 Stunden von Barcelona und die 6 Stunden von Monza an.
Für Peugeot dürfte Austin dabei ein besonderes Pflaster sein. Beim Lone Star Le Mans 2025 gelang dem Werksteam mit den Plätzen drei und vier sein bislang bestes Gesamtergebnis seit der Rückkehr in den Langstreckensport im Jahr 2022.

Peugeot hofft auf Wiederholung des Vorjahreserfolgs
Einfach waren die beiden Top-Platzierungen allerdings nicht herausgefahren. Normalerweise gehört extreme Hitze zu den Herausforderungen des Rennens in Texas. Im vergangenen Jahr zeigte sich Austin jedoch von einer vollkommen anderen Seite: Starkregen bestimmte weite Teile des Rennens und sorgte für ausgesprochen schwierige Streckenbedingungen.
Damit kamen die beiden Peugeot 9X8 offenbar ausgesprochen gut zurecht. Am Ende standen die Positionen drei und vier – inklusive Podiumsplatz für die Startnummer 94.
Malthe Jakobsen erinnert sich entsprechend gerne an das Rennen zurück. Für ihn war der dritte Platz in Austin 2025 gleichzeitig das erste Podium seiner Karriere in der FIA WEC.
„Das 6-Stunden-Rennen von Austin 2025 wird mir immer in besonderer Erinnerung bleiben, da ich dort unter besonders schwierigen Wetterbedingungen mein erstes Podium in der FIA WEC eingefahren habe“, erklärt der Peugeot-Pilot vor seiner Rückkehr nach Texas.
Auch Stoffel Vandoorne verbindet mit dem Rennen gute Erinnerungen. Er hofft darauf, dass der 9X8 auch 2026 wieder konkurrenzfähig sein wird. Die Bedingungen könnten dieses Mal allerdings völlig anders aussehen. Statt Starkregen müssen sich Fahrer und Fahrzeuge in Austin häufig mit großer Hitze auseinandersetzen.
COTA verlangt Autos und Reifen einiges ab
Unabhängig vom Wetter gehört der Circuit of The Americas zu den anspruchsvolleren Strecken im WEC-Kalender. Der Kurs ist 5,513 Kilometer lang und wird gegen den Uhrzeigersinn gefahren.
Neben starken Bremszonen gibt es zahlreiche schnelle Richtungs- und Tempowechsel. Hinzu kommt der mittlerweile teilweise recht unebene Asphalt. Das Fahrwerk muss entsprechend einen Kompromiss zwischen ausreichender Stabilität und dem Umgang mit den Bodenwellen finden.
Besonders hart wird das Rennen für die Reifen. Nach Angaben von Peugeot werden sie auf dem COTA mit der höchsten Energielast der gesamten WEC-Saison konfrontiert. Kommen die für Texas typischen hohen Temperaturen hinzu, wird das Sechs-Stunden-Rennen nicht nur für die Technik, sondern auch für die Fahrer zur Belastungsprobe.
Entwicklung des Peugeot 9X8 für 2027 läuft bereits
Während sich das Team auf die zweite Hälfte der laufenden Saison konzentriert, laufen im Hintergrund bereits die Arbeiten am Programm für das kommende Jahr.
„Auch wenn ein Teil unserer Bemühungen bereits auf die Entwicklung unseres Programms für 2027 ausgerichtet ist, bleibt es unsere Priorität, in dieser Saison starke Leistungen zu zeigen“, erklärt Teamchef Emmanuel Esnault.
Die unmittelbare Aufgabe heißt allerdings zunächst Austin. Die beiden Peugeot 9X8 gehen am Freitag, 4. September, in den ersten beiden freien Trainings auf die Strecke. Am Samstag folgen das dritte Training sowie das Qualifying.
Das Lone Star Le Mans startet am Sonntag, 6. September 2026, um 13 Uhr Ortszeit. Für Zuschauer in Deutschland fällt der Startschuss um 20 Uhr deutscher Zeit.
Nach dem starken Ergebnis des vergangenen Jahres ist die Messlatte für Peugeot dabei durchaus hoch: Ein erneuter Podiumsplatz würde zeigen, dass der Auftritt 2025 nicht allein den außergewöhnlichen Wetterbedingungen geschuldet war.

