Neuvorstellung: DS F3VER

DS F3VER: Kleinwagen-Studie mit 4,19 m, Y-Lichtsignatur, Ultra-Personalisierung und 400 Litern Kofferraum im Detail.

Fieber nach Maß

Der DS F3VER ist eine experimentelle Designstudie im Kompaktformat, die DS Automobiles auf dem Pariser Autosalon erstmals internationalen Besuchern zeigt. Er verbindet 4,19 Meter Länge mit markanter Lichtsignatur, weitreichender Personalisierung und 400 Litern Kofferraum. Ein Serienmodell steht nicht in Aussicht, die Studie dient als Ausblick auf die künftige Designsprache.

Wer A sagt, muss auch B sagen: Wer in Paris eine neue Designrichtung vorstellt, muss mehr zeigen als einen schönen Namen. Der Name F3VER spielt auf das englische Wort „fever“ an. Er soll für die unmittelbare emotionale Wirkung stehen, ein positives Fieber, das Anziehungskraft und Begehrlichkeit steigert.

Design des DS F3VER: Kompakt, skulptural, auffällig

Die Studie misst 4,19 Meter in der Länge, 1,85 Meter in der Breite und 1,46 Meter in der Höhe. Diese kompakten Abmessungen verbindet DS mit einer kraftvollen Statur und außergewöhnlichen Proportionen. Die Karosserie ist skulptural gestaltet, viele Details greifen Gestaltungselemente aus der Luftfahrt, der Architektur, der digitalen Technik und aus Hightech-Produkten auf. Das Ergebnis soll ein eigenständiger, zeitgemäßer Auftritt mit klarem technologischem Anspruch sein.

An der Front sitzt ein vertikales „Totem“, das das Markenemblem trägt. Die neue Lichtsignatur zeigt eine markante, senkrechte Y-Form und lässt das Fahrzeug bei Tag und Nacht eindeutig erkennen. Beides unterstreicht die technologische und zugleich faszinierende Wirkung der Front.

Heck und Beleuchtung: Lichttunnel auf Magnesium

Das Heck greift die Gestaltung der Front auf. Im Zentrum des Stoßfängers sitzt ein Totem mit digitalisiertem DS Logo. Mehrdimensionale Leuchten erzeugen eine ausgeprägte Tiefenwirkung und erinnern an einen Lichttunnel, der sich ins Unendliche fortzusetzen scheint. Insgesamt 16 LED-Panels sitzen auf einer besonders leichten Magnesiumstruktur, deren Gestaltung vom Gewölbedach des Grand Palais inspiriert ist. So entsteht auch hinten eine unverwechselbare Lichtsignatur. In das hintere Totem sind UX-Lichtanimationen integriert, die drei Funktionen übernehmen: Sie ermöglichen eine individuelle Lichtgestaltung, schaffen eine intuitive Interaktion mit der Umgebung und vermitteln Informationen verständlich.

Ultra-Personalisierung: Dachring, Zweifarblack und Cosmic Blue

Mit dem F3VER wird die individuelle Gestaltung zu einem eigenständigen Teil des Fahrzeugdesigns. Farben, Materialien, Grafiken und Licht bieten zahlreiche Möglichkeiten, den Charakter des Wagens zu prägen. Der personalisierbare Dachring ist ein dekorativer Streifen, der die Eleganz der Linien dezent unterstreicht und als exklusives Ausdrucksfeld dient.

Auch die Zweifarblackierung wird neu gedacht. Die Farbe ist nicht mehr nur Teil der Karosseriegestaltung, sie wird Teil der Formensprache. Die Trennlinie zwischen den beiden Tönen verläuft bis zu den Heckleuchten und anschließend über Heckklappe, Seitenpartien und Stoßfänger. Dadurch verändert sich die Wahrnehmung der Proportionen, die kompakte Form wird zusätzlich betont. Der eigens entwickelte Farbton Cosmic Blue hat einen changierenden Effekt: Je nach Lichteinfall reicht das Spektrum von leuchtendem Blau bis zu tiefem Violett.

Die Räder greifen das Thema auf. Ihr geometrisches Design verbindet leichte Konstruktion und hohe Stabilität, ziselierte Details in Champagnerfarbe und eine dezente „Clous de Paris“-Guillochierung setzen Akzente. Was von der Personalisierung später in einem Serienmodell Platz findet, bleibt abzuwarten.

Raumangebot und Alltagstauglichkeit: Kompakt mit großem Radstand

Der Radstand von 2,70 Metern soll einen großzügigen Innenraum und einen Kofferraum mit 400 Litern Fassungsvermögen ermöglichen. Der F3VER ist laut Hersteller für unterschiedliche Alltagssituationen ausgelegt, von täglichen Fahrten über Reisen und Freizeitaktivitäten bis zu Wochenendausflügen. Die Idee dahinter: Ein kompaktes Fahrzeug kann Raum, Komfort und Alltagstauglichkeit bieten, die man sonst größeren Klassen zuschreibt. Zu beachten ist, dass in diesem Entwicklungsstadium kein zeigbarer Innenraum existiert. Aussagen zum Raumgefühl lassen sich deshalb nicht überprüfen.

Design Intelligence: Weniger Teile, mehr Qualität

Der F3VER folgt der Philosophie „Design Intelligence“. Das Ziel: eigenständige Gestaltung mit weniger Komponenten, leichteren Architekturen, optimierter Aerodynamik und höherer wahrgenommener Qualität durch klarere Flächen und weniger sichtbare Verbindungen. Beim F3VER zeigt sich das in einer durchgehenden Lichtgestaltung an der Front, die Scheinwerfer und Tagfahrlicht verbindet, in einteiligen Stoßfängern und im Verzicht auf zusätzliche Kunststoffelemente an den Radläufen und im unteren Karosseriebereich. Die Lösungen berücksichtigen ästhetische, technische, industrielle und ökologische Anforderungen. Die Reduktion selbst wird zum Gestaltungsmittel.

Unterstützt werden die Designteams von digitalen Werkzeugen und KI-Anwendungen von Stellantis, die verschiedene Entwürfe schneller vergleichbar machen. Design-Direktor Thierry Metroz erklärt, der Ansatz vereinfache und beschleunige die Entwicklung und steigere die wahrgenommene Qualität sowie die Reinheit der Linien: „Einfachheit wird mit F3VER zur Quelle der Raffinesse!“ Laut Hersteller ersetzt die KI die Kreativität der Designer nicht.

Plattform und Antrieb: Was bekannt ist, was nicht

Die Studie basiert nach Angaben aus dem Umfeld des Herstellers quasi auf der STLA-One-Plattform, was die Pressemitteilung nicht ausdrücklich erwähnt. Konkrete Daten zu Antrieb, Leistung, Batterie oder Reichweite nennt DS nicht. Sollte die Designidee in ein Serienmodell einfließen, wäre eine rein elektrische Antriebskonzeption mit großer Reichweite Teil des Ansatzes. Außerdem ist das Ziel, dort die Kombination aus kompakten Maßen, Vielseitigkeit und Komfort anzubieten. Die Zahl im Namen verweist womöglich auf die Reihenfolge bei DS und könnte auf einen künftigen DS N°3 hindeuten; das ist eine Spekulation.

Preis des DS F3VER

Zum F3VER gibt es keinen Preis. Die Designstudie ist nicht zum Verkauf bestimmt, ein Serienmodell wurde nicht angekündigt.

Technische Daten: DS F3VER

  • Typ: Designstudie (Konzeptfahrzeug), Weltpremiere auf dem Pariser Autosalon
  • Länge / Breite / Höhe: 4,19 / 1,85 / 1,46 m
  • Radstand: 2,70 m
  • Kofferraum: 400 l
  • Lichtsignatur: vertikale Y-Form an der Front, 16 LED-Panels am Heck auf Magnesiumstruktur
  • Lack: Zweifarblack mit durchgehender Trennlinie, Farbton Cosmic Blue
  • Räder: geometrisches Design, Details in Champagnerfarbe, „Clous de Paris“-Guillochierung
  • Personalisierung: Dachring, Farben, Materialien, Grafiken, Lichtanimationen
  • Plattform: nach Hersteller-Hinweis quasi STLA One (nicht in der Pressemitteilung erwähnt)
  • Antrieb: nicht angegeben (rein elektrischer Antrieb mit großer Reichweite wäre Teil des Serienansatzes)
  • Innenraum: in diesem Entwicklungsstadium nicht zeigbar
  • Preis: keine Angabe

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