Nissan Kicks

VonPatrick Solberg

4. September 2024

Der geheime Star

Nissan ist speziell in Zentraleuropa mittlerweile in der dritten Reihe abgetaucht, denn die Zeiten, in denen Modelle wie Micra, 350 Z oder gar GTR für viele Kunden und ein entsprechendes Image sorgten, sind lange vorbei. In anderen Teilen der Welt sieht das ganz anders aus – nicht zuletzt durch das Volumenmodell Kicks.

In Asien, Südamerika und selbst den Vereinigten Staaten ist der Nissan Kicks eine große Nummer – ganz im Kleinen. Denn der kleine Crossover ist in vielen Ländern eine wahre Allzweckwaffe für Nissan. Umso verwunderlicher, dass er bisher nicht den Sprung nach Europa geschafft hat, denn mit einer Länge von 4,36 Metern wäre gerade die neue Version ein Modell für Länder wie Deutschland, Frankreich oder Italien. Hier soll am unteren Ende der SUV-Palette jedoch der unverändert polarisierende Juke für Kunden sorgen. Ursprünglich war der Nissan Kicks in erster Linie für besonders preissensible Märkte in Asien oder Südamerika entwickelt worden, doch das Design und die solide Technik zu einem guten Preis kamen derart gut an, dass sich immer mehr Länder den Kicks für das länderspezifische Portfolio wünschten – und bekamen. Selbst in den USA ist der Kicks mittlerweile das Einstiegsmodell von Nissan.

Der neue Kicks präsentiert sich optisch gefälliger denn je, wobei gerade die breite Front und die leicht ausgestellten Kotflügel für Eindruck sorgen. Die Rammschutzleisten rundum und das durchgehende Zierelement mit den Lichteinheiten wirken zeitgemäß und gefällig. Das Motorenangebot ist von Markt zu Markt unterschiedlich, wobei ein zwei Liter großer Vierzylinder-Saugmotor mit 104 kW / 141 PS ein echter Weltmotor ist, der bei der Topversion sogar erstmals mit einem Allradantrieb gekoppelt werden kann.

Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)
Nissan Kicks 2025 (Foto: Nissan)

Auch Südamerika kommt der Kicks bestens an. Hier müssen die Kunden jedoch noch auf die neue Generation warten, doch auch der Vorgänger ist mit seinem 120 PS starken 1,6-Liter-Benziner einer der Bestseller im Modellprogramm von Nissan. In einem Land wie Indien tat sich der Kicks dagegen schwerer und so entscheiden sich die Kunden hier vorrangig für dessen kleinen Bruder, den Magnite, der nicht nur günstiger ist, sondern statt des 1,5-Liter-Triebwerks mit 77 kW / 105 PS von einen ein Liter großen Dreizylinder mit schmalen 71 PS angetrieben wird. Der Nissan Kicks startete hier bei 9.500.000 Rupien; der Magnite ist 30 Prozent günstiger.

Auf anderen Märkten ist der Kicks dagegen zumindest bei den SUV das Einstiegsmodell von Nissan. In den USA beispielsweise geht es für den Basis-Kicks bei knapp über 21.000 US-Dollar los, während die sehr gut ausgestattete Allradversion des Kicks SR knapp 28.000 US-Dollar kostet. Dafür gibt es solide Platzverhältnisse für vier oder fünf Personen, Automatikgetriebe, LED- Scheinwerfer, Soundsystem, 12,3-Zoll-Displays und schlüssellosen Zugang. Rein elektrisch wird der Nissan Kicks mit Blick auf die entsprechenden Märkte und das preissensible Klientel nicht angeboten.