Auf dem Weg an die Gold Coast
Den Pacific Coast Highway, kurz PCH, an der amerikanischen Westküste kennen von Besuchen oder aus Filmen Millionen von Menschen. Ein Roadtrip an der australischen Ostküste zeigt, wie spektakulär der Pacific Highway in Down Under sein kann.
Australien, mehr Kontinent als Land, mit gigantischen Entfernungen, wilden Tieren und einer unbeschreiblichen Natur, lockt immer mehr Touristen aus Europa an. Doch Australien hat weit mehr zu bieten als Ayers Rock, Sydney, Kängurus und heiße Temperaturen. Ein anderes Australien lässt sich bei einem Roadtrip im Osten des Landes von Sydney nach Brisbane erkunden. Die knapp 1.000 Kilometer lange Strecke entlang der Küste zeigt ein abwechslungsreiches Leben zwischen Surfen, Camping, Koalas und dem großen Finale Gold Coast vor den Toren Brisbanes, wo 2032 die olympischen Sommerspiele stattfinden werden.

Auch wenn sich immer mehr Elektroautos in den australischen Metropolen sehen lassen – außerhalb der großen Städte sieht es mit Ladesäulen schwierig aus. Pick Ups und Geländewagen beherrschen das Straßenbild, denn die Entfernungen sind stattlich und viele Pisten nicht asphaltiert. Damit es auf der Langstrecke bequem und trotzdem dynamisch wird, ist der Mini John Cooper Works Countryman genau die rechte Besetzung, denn nicht nur der Australier mag es gerne sportlich und der Auftritt muss stimmen. 221 kW / 300 PS und eine Höchstgeschwindigkeit weit jenseits der erlaubten 120 km/h garantieren entspanntes Fahren, während Massagesitze, adaptiver Tempomat und ein exzellentes Navigationssystem bereits für Langstreckenkomfort sorgen, bevor es aus der 5,4-Millionen-Einwohnerstadt Sydney mit Blick auf Harbour Bridge und Opernhaus hinausgeht.
Der Trip zwischen Sydney und Brisbane lässt sich in zwei bis vier Tagen machen – je nachdem, wie viele Zwischenstopps es sein sollen und wie umfangreich die Abstecher zu den Sehenswürdigkeiten an der Küste oder im Hinterland ausfallen. Exklusive Hotels sind auf der Route kaum zu erwarten, denn außerhalb der großen australischen Metropolen geht es Down Under betont bodenständig zu. Campingplätze, einfache Hotels oder Pensionen gibt es allerdings überall, während sehenswerte Ausblicke entlang des Pacific Motorway insbesondere an der Küste garantiert sind – gelebter Historie inklusive.

Im Gegensatz zum legendären Pacific Coast Highway in Kalifornien führt die inoffizielle Schwesterstraße an der australischen Ostküste nicht durchgängig direkt an der Küstenlinie entlang und verzieht sich gerade im Süden bisweilen einmal ein paar Meilen ins grüne Landesinnere. Nicht allein wegen des leistungshungrigen Mini John Cooper Works Countryman wäre auf dem Roadtrip ein gelockertes Tempolimit wünschenswert, doch die Australier verfolgen abseits des endlosen Outbacks etwaige Geschwindigkeitsübertretungen mit drakonischen Strafen. 120 km/h ist nicht viel, wenn Strecke gemacht werden soll und auf dem lokalen Highway alles andere als die Hölle los ist.
Aus dem turbulenten und gewohnt prallvollen Touristenmekka Sydney geht es an Killara und St. Ives vorbei ins Hinterland Richtung Hornsby, von wo aus sich der Pacific Motorway überraschend grün und hügelig nach Norden schlängelt. Sehenswert die Ausblicke auf die Insellandschaft rund um Spectacle Island, Bar- oder Cheero Point, ehe sich die M1 hinter Gosford langsam an das tasmanische Meer heranschiebt. Flotter als gedacht geht es von der M1 auf die A43 und somit den Pacific Highway, der einen hinter dem Urlaubsort Blue Haven auf die lange Landzunge bringt, der den belebten Lake Macquarie abtrennt. Die Sportversion des straff abgestimmten Mini John Cooper Works Countryman zeigt auf bisweilen von Großtrucks zerborstenen Pisten überraschende Nehmerqualitäten, während die bequemen Sportsitze bestens konturiert und mit einer angenehmen Massage ausgestattet, Newcastle vorbeiziehen lässt und einen das gestochen scharfe Navigationsdisplay über die A37 wieder zurück auf die A43 und damit auf den Highway bringt. Der Weg ist noch weit und es gilt, Kilometer zu machen.

Wie oft man die Autobahn gen Norden verlässt, um Eindrücke von der Küste zu bekommen, einen Snack zu nehmen oder vielleicht gar eine frühe Übernachtung einzulegen, liegt bei jedem selbst. Wer die kleinen Straßen genießen will, nimmt die langsame Route über Tea Gardens, Mungo Brush bis nach Seal Rocks. Die wilde Küste gefällt besonders nördlich von Blueys Beach, von wo es durch den Booti Booti Nationalpark bis nach Forster geht, wo sich rund 300 Kilometer nördlich von Sydney die Surfer der Region treffen. Der dortige Seven-Mile-Beach ist speziell im Sommer eine beliebte Urlaubsregion. Der Abstecher lohnt in jedem Fall bevor es weiter nach Norden und zurück über den Lake Highway der Bundestraße 6 auf die A1 geht, wo zumeist gigantische Road Trains, Camper und Pick Ups überholt werden, während der Autobahnassistent den Crossover entspannt in der Spur hält und das aufgestellte Panoramadach frischen Wind im Innenraum zirkulieren lässt.
Wer auf der Strecke nur einen Zwischenstopp machen möchte, für den dürfte South West Rocks mit seinen kleinen Hotels und Campingplätzen rund um den Monument Hill genau das richtige sein. Hier gibt es speziell in den kühleren Morgenstunden zahme Kängurus zu sehen, die bei der Futtersuche bis an Auto, Zelt oder Campingwagen herankommen. Rund um den Monument Hill mit seinem alten Gefängnis, Little Bay oder das schmucke Smoky Cape Lighthouse bieten sich zahlreiche Wanderungen an, bei denen es mit etwas Glück sogar Koala Bären zu bewundern gibt, die sich nur allzu gern in den Bäumen des Arakoon Parks verstecken. Die kurvigen Landstraßen hier machen Laune, doch die Gangart darf nicht zu dynamisch werden, denn das Asphaltband wird mit Hinweisschildern gesäumt, dass wilde Tiere hier zum Alltag gehören – aufpassen! Der kurze Zwischenstopp an einer nahegelegenen Tankstelle bringt neben der Stärkung für Countryman und Fahrer die kurzzeitige Nachbarschaft zur lokalen Polizei von New South Wales, die den Kia Sorento ebenfalls an der Zapfsäule erstarken lässt. Auf der Langstrecke glänzt der allradgetriebene Mini John Cooper Works Countryman mit einem Testverbrauch von 7,6 Litern Super auf 100 Kilometer.

Auf dem Weg nach Brisbane ist das nächste Ziel die Gold Coast mit der gleichnamigen Stadt, die als eine der wohlhabendsten Regionen Australiens gilt. Hier kommen nördlich des Surfers Paradise Gedanken an südliche Küstenregionen auf. Zahllose Hochhäuser bringen einen Hauch Dubai, Miami oder Cote d’Azur, während die Autos auf den Straßen schicker, teurer und sportlicher werden. Neben dem schwarz-roten Mini Countryman stehen an den Ampeln Range Rover, BMW 7er, Porsche Macan oder gar Mini Cooper und sogar Elektromodelle mischen sich ins Straßenbild. Viele Brisbaner haben hier ein oder ein paar Kilometer auswärts ihr Wochenenddomizil, eine kleine Wohnung oder gar ein Haus, um die heißen Sommermonate allein oder mit Freunden zu genießen.
Restaurants, Clubs, Cafés – hier kann man bestens auch mehr als einen Tag aushalten. Es geht weiter nach Brisbane, für viele die modernste Metropole in Down Under. Entsprechend ist das Publikum – jung, international und lebendig. Nachdem auf den langen Etappen zwischen Sydney und Brisbane neben den großen Lastwagen insbesondere große Pick Ups und Geländewagen das aufgelockerte Straßenbild beherrschten, trifft der John Cooper Works hier ein paar Familienangehörige, die an der Ampel oder im Gegenverkehr lässig die Lenkradfinger heben – der Australier mag es eben jovial und sportlich – typisch Mini. Egal ob in den frühen Morgenstunden oder wenn die Sonne sich langsam über der Skyline verdrückt – wer durch die City am Ufer des Brisbane River flaniert, der kann sich schon jetzt vorstellen, wie die Stimmung in sechs Jahren bei den Olympischen Sommerspielen sein dürfte.



















