Reportage: Audi A3 MJ 2024

Audi spendiert dem A3 eine Modellpflege und zudem mit dem Allstreet eine Crossover-Variante. Ansonsten ist die Überarbeitung überschaubar. Die Optik ist leicht verändert, beim Tagfahrlicht kann von vier Signaturen gewählt werden. Lediglich beim Infotainment tut ist etwas.
Foto: press-inform / Audi
Audi A3 Allstreet (links) und Sportback (Foto: press-inform / Audi)

Es werde Licht

Audi spendiert dem A3 eine Modellpflege und zudem mit dem Allstreet eine Crossover-Variante. Ansonsten ist die Überarbeitung überschaubar. Die Optik ist leicht verändert, beim Tagfahrlicht kann von vier Signaturen gewählt werden. Lediglich beim Infotainment tut ist etwas.

Schaut man sich den Audi A3 an, der ab dem zweiten Quartal dieses Jahres beim Händler steht, kann man nicht von einer Modellpflege im eigentlichen Sinne sprechen. Modellretusche wäre da schon passender. Zumindest was die Optik angeht. Der sechseckige Singleframe-Grill ist flacher und breiter als bisher. Das Heck hat eine leicht veränderte Optik und der Diffusor fällt etwas mehr auf. Dazu kommen ein paar neue Farben, darunter eine Mattlackierung namens Daytonagrau. Damit der aufgepeppte Kompaktwagen auch als solcher erkennbar ist, kann der Fahrer jetzt aus vier verschiedenen Signaturen des Tagfahrlichts wählen. Also ein bisschen Lichtorgel, um dem Spieltrieb zu befriedigen.

Immerhin gibt es eine neue Modellvariante. Damit die nach wie vor reichhaltig vertretene Crossover-Fraktion auf ihre Kosten kommt, hat Audi dem A3 Sportback 15 Millimeter hohe Stelzen und den Namen A3 Allstreet verpasst. Der höhere Kühlergrill mit integrierten Audi-Ringen und der angedeutete Unterfahrschutz vorne und hinten sowie schwarze Seitenschweller, die in die Radläufe übergehen, unterscheiden den Allstreet, den es nur in Europa geben wird, vom Sportback. Und natürlich der Aufpreis von 1.800 Euro auf den Sportback mit 35 TFSI S tronic, der in Deutschland ab 35.650 Euro zu haben ist. Zwischen den beiden Brüdern reiht sich die Limousine mit einem Aufpreis auf den Sportback von 800 Euro ein. Zum Vergleich: Der Sportback-Vorgänger startete zuletzt als 35 TFSI mit Automatikgetriebe bei 33.400 Euro. Für den Aufpreis bietet Audi auch mehr Serienausstattung. Darunter die Klimaautomatik, das Drei-Speichen-Lederlenkrad mit Multifunktion und die Mittelarmlehne vorne.

Audi A3 Allstreet (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Sportback MJ 2024 (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Sportback MJ 2024 (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Allstreet (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Allstreet (links) und Sportback (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Sportback MJ 2024 (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Allstreet (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Allstreet (Foto: press-inform / Audi)
Audi A3 Sportback MJ 2024 (Foto: press-inform / Audi)

Etwas mehr tut sich im Interieur. Die Luftdüsen haben jetzt Lamellen, sind mit Chrom verziert und der Automatikhebel ist flacher als bisher. Zwei neue Stoffapplikationen stehen zur Auswahl: eines aus vollständig recyceltem Polyester und das Mikrofaser- Material Dinamica. Die Kommandozentrale des Infotainments ist der 10,1 Zoll große Touchscreen, auf dem auch der App-Store angezeigt wird, bei dem Drittanbieter-Programme zur Auswahl stehen. Wer seinen A3 im Nachhinein noch aufrüsten will, kann das im begrenzten Umfang „Per Functions on Demand“ tun. Gegen Entgelt natürlich. So wird aus der serienmäßigen Ein-Zonen-Klimaautomatik die Zwei- Zonen-Variante. Der Fahrer wählt den Zeitraum, wie lange die Funktionen aktiv sind: für einen Monat, ein halbes Jahr, ein Jahr, drei Jahre oder dauerhaft. Weitere freischaltbare Funktionen sind die Navigation und der adaptive Tempomat. Eine gute Idee ist es, den Audi A3 nachträglich mit dem Smartphone-Interface auszustatten, falls man das nicht schon beim Bestellen angekreuzt hat. Dann kann man sein Smartphone via Apple CarPlay oder Android Auto integrieren und hat so Google Maps immer zur Hand. Die Fahrassistenten bleiben weitgehend identisch zur Prä-Facelift-Version. Lediglich der adaptive Tempomat hat mit dem assistierten Spurwechsel, der ab 90 km/h aktivierbar ist und bei freier Nebenfahrbahn auch beim Lenken hilft.

Bei den Antriebsvarianten wirft schon das Ende des Verbrennungsmotors seine Schatten voraus. Los geht es bei allen drei Karosserievarianten zunächst mit dem 1,5-Liter Aggregat (35 TFSI) mit 110 kW / 150 PS und einer Mildhybridisierung sowie dem gleich starken 35 TDI. Anfangs sind beide mit der Siebengangautomatik S tronic verfügbar, später bekommt der Verbrenner eine Sechsgang-Handschaltung. Dabei bleibt es nicht. Weiter Antriebsvarianten folgen. Die Limousine und der Sportback bekommen den 30 TFSI mit dem 1,5-l-Einstiegsmotor mit 85 kW / 110 PS, der sowohl mit der Siebengang-Automatik als auch mit dem manuellen Getriebe kombiniert werden kann. Der 30 TDI 2.0 TDI ist mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Später wird es noch mehr Motoren geben. Darunter auch gegen Ende des Jahres ein Plug-in-Hybrid mit einer größeren Batterie, die jetzt eine Netto-Kapazität von 19,7 kWh (zuvor 10,6 kWh) hat. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Ingolstädter Markenstrategen für die Version mit einer Systemleistung von 200 kW / 272 PS entscheiden, falls es nur bei diesem einen Teilzeitstromer bleibt. Alles andere würde Audi nicht gerecht.

Autor:

Wolfgang Gomoll, Oman, Stand: 2024-03-12 00:01:00
Fotos: press-inform / Audi