
Auf allen Vieren
Allradmodelle gibt es mittlerweile in beinahe jeder Fahrzeugklasse. Der 4×4-Antrieb glänzt dabei nicht allein im Winter, denn auch bei schlechtem Wetter, beim Hängerbetrieb und als Fahrdynamikhilfe hat die Kraftübertragung an alle vier Räder nennenswerte Vorteile. Dabei muss ein Allradantrieb nicht teuer sein. Wir zeigen einige günstige Alternativen.
Das Angebot an Allradfahrzeugen ist in fast jedem Fahrzeugsegment schier unüberschaubar. Vom Kleinwagen über echte Geländekraxler bis zu SUV und Luxuslimousine sind in nahezu in jedem Fahrzeugsegment 4×4-Versionen zu bekommen. Gute Fahrzeuge gibt es bereits unter 15.000 Euro.
Wer an günstige Fahrzeuge denkt, dem kommt unweigerlich der Renault-Ableger Dacia in den Sinn und hier beim Thema 4×4 insbesondere der Duster. Gerade der Neupreis ist beim Dacia Duster eine Schau, obschon die wirklich günstigen Versionen allein über die Vorderachse angetrieben werden. Doch da es gerade einen Modellwechsel auf die dritte Duster-Generation gibt, könnten einige Rabatte bei jungen Gebrauchten drin sein. Offiziell geht es beim Dacia Duster bei knapp 18.000 Euro los, während der 150-PS-Allradler mindestens 25.000 Euro kostet. Günstige Allradler unter der 15.000-Euro-Grenze kommen aus den Jahren 2018 oder 2019 und werden von einem 115 PS starken Commonrail-Diesel mit 1,6 Litern Hubraum angetrieben. Die Ausstattung ist bei einer Laufleistung von unter 50.000 Kilometern recht mager und es gibt bessere Allradsysteme, doch für wenig Geld gibt es soliden Vortrieb auch auf dem Weg zum Ferienhaus in den Bergen und die letzten Kilometer zur Skipiste hinaus.
Der Suzuki Swift ist einer der unterschätzten Kleinwagen auf dem Markt. Er sieht in seinen verschiedenen Generationen nicht nur gut aus, sondern ist auf Wunsch auch mit einem Allradantrieb zu bekommen, was ihn speziell in den Alpenregionen Norditaliens, der Schweiz oder Österreichs sowie in Deutschland begehrt macht. Der 1,2 Liter große Vierzylindersauger mit 61 kW / 83 PS ist kein Kraftprotz und reicht für kaum mehr als das Bedürfnis der Basistransportation. Die kann Dank des Allradsystems Allgrip jedoch auch bei Schnee und Eis stattfinden, denn wenn die Räder an der Vorderachse durchdrehen, fließt ein nennenswerter Teil der Motorleistung an die Hinterräder. Für 12.000 bis 15.000 Euro gibt es den Swift 1.2 Dualjet Allgrip für ebenfalls unter 15.000 Euro aus den Jahren 2016 bis 2020. Und wem der Swift nicht gefällt: Suzuki hat ebenso wie Subaru eine Reihe von Allradmodellen im Angebot. Klein und kompakt sind zum Beispiel der SX4, Vitara oder Jimny.
Audi A4 Allroad
In Sachen Allradantrieb kommt man um Subaru kaum herum, denn kaum eine andere Marke bietet eine derart große 4×4-Kompetenz. Das Angebot an Allradfahrzeugen aus dem Hause Subaru ist groß, doch es hapert beim Preis, denn die einzelnen Modelle sind alles andere als günstig und so muss man etwas suchen und ein älteres Fahrzeug wählen, um die 15.000-Euro-Marke nicht zu knacken. Wer Platz, gute Technik und einen ordentlichen Dieselmotor sucht, der hat mit dem Subaru Outback 2.0 Diesel eine ungewöhnliche Alternative zum Audi A4 Avant oder einem BMW 3er Touring, die es ebenfalls mit Allradantrieb gibt. Beim Subaru Forester gibt es ein Exotenimage und eine gute Serienausstattung zudem. Für unter 15.000 Euro ist ein Subaru Outback aus den Jahren 2010 / 2011 zu bekommen. Besonders gut läuft der Boxerdiesel mit 110 kW / 150 PS und 320 Nm maximalem Drehmoment – viel Platz für bis zu fünf Personen inklusive mit einer Laufleistung von unter 125.000 Kilometern.
Range Rover Evoque
Nicht nur Subaru ist für seine Allradkompetenz bekannt, denn auch Audi ist mit seinem Quattro-Antrieb unter den Volumenallradler eine große Nummer. Wer es etwas rustikaler mag, für den dürfte zum Beispiel der Audi A4 Allroad etwas sein. Zu Preisen ab 13.000 Euro ist beispielsweise ein A4 Allroad aus 2011 / 2012 mit dem ausgezeichneten Zweiliter-Turbo zu bekommen, der 155 kW / 211 PS leistet und unter 100.000 Kilometern gelaufen hat. Die Serienausstattung ist mit elektrischen Ledersitzen, Navigation und Xenonlicht umfangreich und ein guter Wiederverkauf garantiert. Sparsamer als die Benziner ist der Audi A4 Allroad als 2.0 TDI mit 125 kW / 170 PS oder gar der große Bruder Audi A6 Allroad mit seinem prächtigen Dreiliter- Diesel. Unter 15.000 Euro sind derartige Modelle allerdings älter.
Ja, auch einen Range Rover gibt es inklusiv des obligatorischen Allradantriebs bereits unter 15.000 Euro. Doch den echten, großen Range Rover kann man unter 15.000 Euro nur als unterhaltintensives Altmetall aus der Zeit vor dem Jahre 2000 erstehen. Hier müsste man genau suchen und echte Klassik- und Technikkenntnisse haben. Das ist beim kleinen Bruder, dem Range Rover Evoque, anders. Den gibt es beispielsweise als Allradversion aus 2012 mit 140 kW / 190 PS aus einem 2,2 Liter großen Commonrail- Diesel bereits für 13.500 Euro – sparsamer Verbrauch und eine gute Komfortausstattung inklusive. Beheizte Ledersitze, Navigationssystem, Alufelgen, Schiebedach und Luxussoundsystem sind für diesen Preis bestenfalls ebenfalls vor Ort und sowohl im unwegsamen Terrain als auch bei Schnee und Eis kennt der Range Rover Evoque 2.2 SD4 kein Halten mehr.
Autor:Stefan Grundhoff, Stand: 2023-12-13 13:31:00
Fotos: press-inform / Dacia










