Reportage: Peugeot e-3008

Peugeot hat mit seinem neuen 3008 einiges vor. Er soll insbesondere als Elektroversion neue Kunden zu dem französischen Autobauer holen. Der e-3008 ist das erste Modell einer ganzen Elektrofamilie aus dem Stellantis Konzern.

Ins Herz der Mitte

Peugeot hat mit seinem neuen 3008 einiges vor. Er soll insbesondere als Elektroversion neue Kunden zu dem französischen Autobauer holen. Der e-3008 ist das erste Modell einer ganzen Elektrofamilie aus dem Stellantis Konzern.

Bereits der Peugeot 408 sorgte für viel Aufsehen. Jetzt gibt es mit dem e-3008 einen sehenswerten Nachschlag – wieder ein SUV-Coupé und diesmal sogar vollelektrisch. Peugeot hat in den kommenden Jahren viel vor, was sich um den Stecker dreht. Bisher war das Angebot an elektrischen Fahrzeugen gerade in Bezug auf das Antriebsspektrum überaus überschaubar. Das wird sich ab kommenden Jahr ändern. Der Peugeot e-3008 ist dabei das erste Modell auf der neu entwickelten STLA-Plattform, auf der verschiedene Modelle aus dem Stellantis Konzern unterwegs sein werden. Marktstart für den Peugeot e-3008, der im Werk Sochaux vom Band läuft, wird im kommenden Februar sein.

Der 4,54 Meter lange Elektrocrossover wird in drei Motorvarianten mit 154 kW / 210 PS, 169 kW / 230 PS sowie als Allradler mit 235 kW / 320 PS verfügbar sein. Auf einigen Märkten soll der Peugeot 3008 zudem noch als Hybridversion angeboten werden. „Die Einführung des neuen Peugeot e-3008 ist ein wichtiger Schritt in der Transformation von Peugeot zu einer überzeugenden 100 Prozent elektrischen Marke, die neue Maßstäbe für Design, Fahrspaß und Effizienz setzt“, sagt Peugeot-CEO Linda Jackson. Ähnlich sehenswert wie von außen präsentiert sich der e-3008 von innen. Üppig dimensioniert erstrahlt der 21 Zoll große Flachbildschirm, der sich nach BMW-Vorbild von den Instrumenten bis weit in die Mittelkonsole zieht. Nachteil: ein echtes Head-Up-Display bleibt damit auch bei der neuen Konstruktion außen vor. Neu: über 500 Kilogramm des Fahrzeuggewichts bestehen aus nachhaltigen Materialien wie Schäume, Stoffe, Teppiche oder grüner Stahl und entsprechendes Aluminium. Chrom an einem Peugeot? Das war gestern. Dafür ist der Peugeot e-3008 vernetzt und mit verschiedenen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet. Elektrische Komfortsitze sorgen für entsprechende Aufenthaltsqualität auf langen Strecken oder beim nächsten Ladestopp.

Die Motorleistung wird über vier Fahrmodi an die beiden Achsen übertragen – je nachdem, ob der Fahrer besonders effizient, sportlich oder mit obligatorischem Allradantrieb unterwegs sein möchte. Zudem bietet der e-3008 drei schaltbare Stufen der Rekuperation, Mit dem großen Akkupaket und einer Kapazität von 98 kWh bietet die sogenannte Long-Range-Variante mit ihren 169 kW / 230 PS eine maximale Reichweite von bis zu 700 Kilometern bis zum nächsten Ladestopp. Die anderen beiden Elektroversionen mit 210 sowie 320 PS schaffen mit dem 73-kWh-Batteriepaket eine Reichweite von 525 Kilometern. Beim Thema Nachladen setzt Stellantis etwas überraschend auch weiterhin auf die bekannte 400-Volt-Technik, die eine maximale Ladegeschwindigkeit von 160 Kilowatt ermöglicht. Die Versionen mit Zweiradantrieb liefern 157 kW oder 170 kW und jeweils 343 Nm. Die Dual Motor Vierradantriebsversion liefert insgesamt 240 kW (157 kW und 343 Nm an der Front und 83 kW und 166 Nm an der Hinterachse). Für andere Märkte ist der Peugeot 3008 wahlweise als Hybrid oder Plug-in-Hybrid verfügbar. Das dürfte beim großen Bruder Peugeot e-5008, der ebenfalls in der ersten Hälfte kommenden Jahren starten wird, nicht anders sein.

Autor:

Patrick Solberg , Stand: 2023-09-12 14:00:00
Fotos: