Reportage: VW ID.3 GTX und ID.3 GTX Performance

Sportlichkeit hat noch keiner Baureihe geschadet. Also spendiert VW dem ID.3 zwei GTX-Versionen, von denen die stärkere mit 240 kW / 326 PS voran stromert. Assoziationen zum legendären Golf GTI sind durchaus beabsichtigt.
Foto: press-inform / VW
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)

Power-Duo

Sportlichkeit hat noch keiner Baureihe geschadet. Also spendiert VW dem ID.3 zwei GTX-Versionen, von denen die stärkere mit 240 kW / 326 PS voran stromert. Assoziationen zum legendären Golf GTI sind durchaus beabsichtigt.

Um den Elektromobilen Emotion einzuhauchen, ist es durchaus opportun, die eigene Tradition zu zitieren. Beim sportlichen VW ID.3 GTX liegt der Vergleich mit dem Wolfsburger Kompaktsportler schlechthin nahe. „Der neue ID.3 GTX Performance ist für mich mit seiner spontanen und souveränen Leistungsentfaltung das elektrische Pendant zu unserer sportlichen Kompaktwagen-Ikone, dem Golf GTI Clubsport“, sagt VW-Merken Technikvorstand Kai Grünitz.

Also gibt es den sportlichsten ID.3 in zwei Versionen: als GTX mit Heckantrieb. Wie beim ID.7 sorgt eine Permanentmagnet-Synchronmaschine (PSM) mit dem internen Motorencode APP550 für Vortrieb. Beim „normalen“ GTX generiert der Antrieb 210 kW / 286 PS. Damit beschleunigt der kompakte Stromer von null auf 100 km/h in 6,0 Sekunden und ist maximal 180 km/h schnell. Beim GTX-Performance kitzeln die Ingenieure mit 240 kW / 326 PS und einem zum GTX identischen Drehmoment von 545 Newtonmetern etwas mehr Leistung aus dem Antriebsstrang heraus. Damit nimmt der Performance seinem Bruder beim 0,4 Sekunden ab, ist bei der Höchstgeschwindigkeit 20 km/h schneller. Das ist doch schon ziemlich amtlich. Damit die Power auch auf den Asphalt kommt, haben die Ingenieure dem ID.3 GTX Performance das adaptive Fahrwerk DCC spendiert.

VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)
VW ID.3 GTX (Foto: press-inform / VW)

Die Energie kommt von einer Batterie mit einer Netto-Kapazität von 79 Kilowattstunden. Was beim ID.3 GTX für rund 600 km reichen soll. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt. Wir gehen davon aus, dass der ID.3 GTX Performance etwa 30 Kilometer früher an die Stromtankstelle muss. Die Ladegeschwindigkeit dürfte an einer DC- Ladesäule bei 175 kW liegen. Deutlich besser als anfangs beim ID.3, aber noch nicht Spitzenklasse im 400-Volt- Technik-Feld. Allzu lange dauert das Stromtanken dennoch nicht. In etwa 26 Minuten sind die Akkus so von 10 auf 80 Prozent geladen.

Größerer Touchscreen

Natürlich will sich die Klientel des Kraftprotz-Stromers vom gewöhnlichen ID.3 differenzieren. Beim ID.3 GTX signalisiert der großmaschige Wabengrill unten in der glänzend-schwarzen Frontschürze die Power-Variante. Dazu kommen die jeweils zwei LED-Schwingen außen, die die reguläre Tagfahrlicht-Signatur der Scheinwerfer ergänzen. Wie es sich für ein GTI-Pendant gehört, steht der ID.3 GTX auf 20 Zoll Felgen. Im Innenraum soll das Ambiente Dynamik signalisieren. Die beheizbaren Sportsitze haben rote Nähte und Gottseidank waren die VW- Innenraumarchitekten so schlau und haben auf die Karos verzichtet. Wie dem auch sei. Das Gestühl samt den großen Wangen macht einen bequemen Eindruck. Der Ganghebel befinde sich jetzt an der Lenksäule und damit näher beim Fahrer. Insgesamt macht das Interieur mit den Leder-Applikationen einen hochwertigeren Eindruck, als das bei früheren ID.3-Versionen der Fall war.

Beim Infotainment haben die VW-Techniker zugelegt. Der zentrale Touchscreen misst jetzt 12,9 Zoll (vorher 12 Zoll), damit man auch bei der Kurvenhatz auf der Landstraße die Informationen ständig im Blick hat. Wie beim aktuellen VW-Betriebssystem üblich, befindet sich im oberen Bereich der Anzeige eine Leiste mit fest verankerten Apps, um schnell auf wichtige Programme zugreifen zu können. Unten kann VW immer noch nicht auf die beleuchteten Touchslidern verzichten. Interessant ist, dass der Sprachassistent IDA jetzt mit der Künstlichen-Intelligenz- Software Chat GPT verknüpft ist.

Wie es sich für einen VW GTX gehört, sind die Power-Varianten in der Farbe Kings Red Metallic lackiert. Dazu haben die Designer dem kompakten VW noch jede Menge glänzende schwarze Elemente wie das Dach, die Spiegelkappen oder die Fensterleiste spendiert. Zum König der Autobahn werden die VW-Power Versionen mit ihrer Leistung zwar nicht, dafür haben selbst Durchschnittsstromer aus Fernost oft mehr Dampf, aber es geht mit den Wolfsburger Athleten flott genug voran.

Autor:

Wolfgang Gomoll, München, Stand: 2024-03-13 21:20:00
Fotos: press-inform / VW