Reportage: Winter-Tipps

Im Winter lauern auf den Autofahrer einige Unwägbarkeiten, die das Autofahren mühsamer machen. Mit diesen Tipps sind Sie für die kalte Jahreszeit gewappnet.
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Fahren bei Nebel (Foto: press-inform / ADAC)

So kommen Sie sicher durch den Winter

Im Winter lauern auf den Autofahrer einige Unwägbarkeiten, die das Autofahren mühsamer machen. Mit diesen Tipps sind Sie für die kalte Jahreszeit gewappnet.

1. Überprüfen Sie die Reifen.Gerade im Winter ist der Reifen ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheit. Schließlich sind die vier Gummi-Walzen das einzige Element des Autos, das mit dem Untergrund Kontakt hat. Ganz entscheidend sind dabei die Profiltiefe und das Alter der Pneus. Vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern. Nach Ansicht von Experten, sollte das Profil der Reifen jedoch vier Millimeter nicht unterschreiten. Zu wenig Profil macht sich vor allem bei nassen Straßen negativ bemerkbar, da der Reifen das Wasser nicht mehr verdrängen kann und so die Aquaplaning-Gefahr steigt. Wer zu alte Reifen fährt, spart ebenfalls am falschen Ende. Im Laufe der Zeit härtet Gummi aus. Da ist bei Reifen nicht anders, wie bei der Dichtung der Espresso-Maschine. Sind die Walzen zu hart, können sich die „Zähne“ (das Profil) sich nicht mehr richtig in den Schnee oder Matsch bohren. Deswegen sollte ein Winterreifen maximal zehn Jahre alt sein. Experten raten dazu, den Reifen nach maximal acht Jahren zu ersetzen. Wie alt der Reifen ist, können Sie an der DOT-Nummer auf der Flanke des Pneus erkennen. Die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer stehen für die Herstellungswoche und das Herstellungsjahr: Zum Beispiel 2311, heißt, dass der Reifen in der 23. Woche des Jahres 2011 hergestellt wurde. Wer aufgrund falscher Reifen stehen bleibt, riskiert 20 Euro Bußgeld. Kommt eine Behinderung des Straßenverkehrs hinzu, könnte die Strafe sogar 40 Euro plus 1 Punkt in Flensburg lauten.

2. Fahren Sie den Witterungsverhältnissen angepasstKlingt wie ein Satz aus dem Fahrschul-Lehrbuch, ist aber wichtig und richtig. Im Winter sind die Bremswege länger und die anderen Verkehrsteilnehmer deutlich gestresster. Deswegen vorausschauend fahren, frühzeitig aber dafür sanft bremsen und hastige Lenkbewegungen vermeiden.

3. Checken Sie die BatterieBei Minusgraden leidet jeder Akku. Also ist es wichtig, dass die Batterie in Bestform ist, wenn die Quecksilbersäule nach unten geht. Ist die Batterie älter als vier Jahre, ist ein Check wichtig. Wer keine neue kaufen will und eine Steckdose in seiner Garage hat, kann die Lebensdauer der Akkus mit einem Ladungserhaltungsgerät verlängern. Diese aber bitte nur im Fachhandel kaufen.

Der Durchblick ist wichtig

4. Voller Durchblick ist unerlässlichWas immer Sommer noch funktionierte, kann im Winter fatale Folgen haben. Scheibenwischer, die Schlieren ziehen, gehören ausgetauscht. Die Scheibe sollte innen frei von Verschmutzungen sein. Denn die können stören, wenn die Sonne sehr tief steht. Wer die Scheibenwischer laufen lässt, solange noch Eis auf der Windschutzscheibe ist, wird die Wischblätter öfters tauschen müssen. Vor dem Losfahren unbedingt die Scheiben sorgfältig von Schnee und Eis befreien. Kleine Gucklöcher mögen zwar Panzerfahrern gefallen. Im Straßenverkehr sind sie gefährlich.

5. Sehen und gesehen werdenAuch das Scheinwerferlicht sollte im Winter top in Schuss sein. Einfach alle Lichtvarianten (Abblend- und Fernlicht) ausprobieren oder beim Automobilclub oder dem Händler einen Lichttest durchführen lassen.

6. Frostschutz verlängert das Motorleben – und nicht nur das!Friert das Kühlsystem ein, kann ein Motorschaden die teure Folge sein. Also vor dem Winter den Frostschutz im Kühler und in der Scheibenwischanlage (Vorsicht: Das sind zwei verschiedene Produkte!) prüfen und gegebenenfalls erneuern. So bekommt eine verschmutzte Winterscheibe wieder frei und sieht, wohin die Reise geht.

Autor:

Wolfgang Gomoll, München, Stand: 2014-10-27 12:00:00
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