Der Mini-Enyaq
Der Skoda Enyaq bekommt einen kleinen Bruder. Der Name Elroq bleibt so unhandlich wie bei den anderen Elektromodellen der Tschechen, doch ansonsten trifft der elektrische SUV ins Herz der Zeit – zu Preisen ab 33.900 Euro.
Skoda will abseits der erfolgreichen Verbrennermodelle zunehmend elektrisch werden und unterstreicht dies mit dem neuen Elroq, der im kommenden Frühjahr zu den Kunden rollt. Die Modellbezeichnung setzt sich aus den beiden Begriffen Karoq und Electric zusammen und ist damit ebenso wenig eingängig wie bei den beiden Geschwistern Enyaq und Epiq, der ab 2026 im spanischen Werk Pamplona produziert wird. Der Elroq, hergestellt im Skoda-Mutterwerk Mladá Boleslav, ist eine wichtige Herausforderung für die tschechische Marke, denn er setzt die Schwestermodelle anderer Konzernmarken unter Druck und macht greift dabei hausintern auch den Enyaq als eines der meistverkauften Elektroautos in Europa an.
Obwohl 17 Zentimeter kürzer als sein großer Bruder bietet der 4,49 Meter lange Elroq die gleiche Beinfreiheit im Innenraum bietet, da die beiden Modelle die gleiche MEB-Plattform und vor allem den identischen Radstand von 2,77 Meter haben. Immerhin bietet der erfolgreiche Enyaq 585 statt 470 Laderaum, doch für viele Interessenten dürfte der neue Skoda Elroq eine mehr als nur ausreichende Wahl sein. Nicht ganz unbeachtlich: mit einem Einstiegspreis von 33.900 Euro startet der mehr als 10.000 Euro unter dem Enyaq. Skoda-CEO Klaus Zellmer: „Der Skoda Elroq ist unser erstes batterieelektrisches Modell im Segment der Kompakt-SUV, dem wachstumsstärksten und beliebtesten Teilsegment Europas. Der Elroq übernimmt als erstes Serienmodell die Designsprache Modern Solid, die sich durch Robustheit, Funktionalität und neue visuelle Akzente wie das schwarze Tech-Deck-Face definiert. Eine breite Auswahl an Batterieoptionen und ein exzellenter Luftwiderstandsbeiwert ermöglichen eine Reichweite von mehr als 560 Kilometern.“
Das Platzangebot in dem neuen Skoda-Elektromodell ist nicht nur durch den bis zu 1.580 Liter großen Laderaum ordentlich. Die zweite Reihe hat den Vorteil, dass der Boden völlig flach ist, so dass der mittlere Fondpassagier bequem reisen kann, auch wenn er von den beiden äußeren Fondpassagieren etwas gequetscht wird, wie es in diesem Segment üblich ist. Es gibt Lüftungsauslässe im Fond, die Temperatur kann digital reguliert werden und auf Wunsch gibt es eine sinnvolle Sitzheizung. Auf dem Fahrersitz befindet sich eine kleine 5-Zoll-Instrumententafel mit begrenzten Konfigurationsmöglichkeiten und je nach Version ein Head-up-Display. Weitere Funktionen werden auf dem 13-Zoll-Infotainment-Bildschirm dargestellt, das einen breiteren Lautstärkeregler aufweist als die bisherigen MEB-Fahrzeuge. Zwischen dem Display und der Mittelkonsole befindet sich eine Schalterleiste zur Steuerung häufig verwendeter Funktionen wie Einparkautomatik, Entfrostung und Fahrerassistenzsysteme.
Der neue Skoda wird in vier Versionen angeboten: Elroq 50 mit einer 55-kWh-Batterie, Hinterradantrieb, 125 kW / 170 PS und einer Reichweite von 350 Kilometern; Elroq 60, 63-kWh-Batterie, Hinterradantrieb, 150 kW / 204 PS / 390 km Reichweite; Elroq 85, 82-kWh-Batterie, Hinterradantrieb, 210 kW / 286 PS / 560 km Reichweite; Elroq 85x, 82-kWh-Batterie, Allrad, 220 kW / 299 PS / 550 km Reichweite. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei schmalen 160 km/h für die Fahrzeuge mit den kleinen Batterien und immerhin bei Tempo 180 für die 82-kWh-Akkus. Beim Nachladen wird es ebenfalls nicht gerade schnell, denn AC-Tanken ist bis maximal 11 kW möglich und die Schnellladung beträgt je nach Version zwischen 125 und 175 kW.










