Mazda CX-5

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VonWolfgang Gomoll

30. Juli 2025

BMW lässt grüßen

Die dritte Generation des Mazda CX-5 wartet mit viel Platz, einem schicken Innenraum und dank Google einem modernen Infotainment auf.

Der Mazda CX-5 ist so etwas wie das Brot-und-Butter-Modell des japanischen Autobauers. Seit seinem Debüt im Jahr 2012 haben sich weltweit rund 4,5 Millionen Autofahrer für das SUV entschieden. Auch in Deutschland ist der Crossover seit der Modellpflege 2022 das erfolgreichste Modell des japanischen Automobilherstellers. Zwischen Januar und November des vergangenen Jahres machte der CX-5 rund 25 Prozent der Neuzulassungen zwischen Garmisch und Flensburg aus.

Damit sich auch die dritte Generation des CX-5 gegen Konkurrenten wie den Škoda Kodiaq, den VW Tiguan oder den Ford Kuga behaupten kann, muss der Autobauer aus Hiroshima seine Modelle kontinuierlich verbessern. Das fängt beim Aussehen an. In dieser Hinsicht ist Mazda auf einem guten Weg: Die Autos des asiatischen Herstellers kommen mittlerweile sportlich daher, ohne es mit der dynamischen Formensprache zu übertreiben. Im Interieur setzt sich das angenehme Design fort. Mit dem CX-5 schafft Mazda es, sich endgültig vom funktionellen, rustikalen, aber etwas angestaubten Ambiente zu verabschieden. Da konnten die Innenraumarchitekten noch so sehr von den Feinheiten der japanischen Handwerkskunst schwärmen, ein grobschlächtiger Monitor mit einem dicken Plastikrahmen und einer Grafik aus den 1990er-Jahren konterkarierte diese Liebe zum Detail ein gutes Stück weit.

Das ist jetzt anders. Das Wohnzimmer präsentiert sich schnörkellos und doch elegant. Der zentrale 15,6-Zoll-Touchscreen (Standard 12,6 Zoll) erinnert an einen modernen TV-Bildschirm und wirkt nicht mehr wie ein Fremdkörper.  Die digitale Kommandozentrale wird durch ein 10,25 Zoll großes digitales Cockpit sowie durch ein Head-up-Display ergänzt, das größer ist als bisher. Der Tacho und der Drehzahlmesser ähneln mit ihrer Klammer-Grafik stark denen eines BMW. Das gilt übrigens auch für die Rückleuchten. Ein großes Panorama-Glasdach gehört heutzutage fast schon zum guten Ton. Das Lenkrad mit den kapazitiven Bedienflächen fügt sich gut in den Rest des Innenraums ein. Die Optik und die Materialien passen also. Das ist aber auch kein Wunder. Schließlich sitzen wir in der Top-Version Homura, die um einiges teurer sein wird als die Einstiegsversion „Prime Line“. Aber auch da hat Mazda nachgebessert. Die Basisvariante des neuen CX-5 kostet mindestens 35.000 Euro inklusive der Sechsgangautomatik. Zum Vergleich der Vorgänger war nicht unter 35.190 Euro zu haben. Allerdings gab es dafür ein Hartplastikambiente und eine Handschaltung. Allein die Automatik kostete 2.000 Euro Aufpreis.

Damit beim Infotainment aus dem schönen Schein auch ein substanzielles Sein wird, hat sich Mazda Google ins Boot geholt und das konsequent. Neben Google Maps gibt es noch den Google App Store und der Sprachassistent nutzt das Google-KI-Programm Gemini. Apple-Nutzer können sich dennoch entspannen: Das iPhone kann per Apple CarPlay in die Unterhaltungsindustrie eingebunden werden. Mazda wäre nicht Mazda, wenn sich die Techniker nicht auch beim Infotainment einen besonderen Kniff hätten einfallen lassen. Der Monitor ist nämlich so platziert, dass man ihn auch von den Rücksitzen aus im Blick hat.

Da passt es ja ganz gut, dass man es sich in der zweiten Reihe gemütlich machen kann. Der CX-5 der dritten Generation ist 4,69 Meter lang. Das sind 11,5 Zentimeter mehr als bisher und dieses Plus geht komplett in den Radstand (2,815 Meter) und somit auch in die Platzverhältnisse. Auch die Tür schwenkt weit auf. Allerdings muss man zunächst über den hohen Seitenschweller steigen, ehe man seinen Fuß in das Innere des Autos setzen kann. Als Lohn winkt dann eine bequeme Sitzposition.

Mazda macht ja gerne Dinge anders als die anderen Autobauer. Die Japaner sind nicht mit fliegenden Fahnen zur Elektromobilität übergelaufen. Ganz im Gegenteil. Mit dem Skyactiv X hat die Truppe aus Hiroshima ein Antriebskonzept umgesetzt, an dem sich Mercedes und VW die Zähne ausgebissen haben. Auch bei der bei der dritten Generation des Mazda CX-5, die im Dezember dieses Jahres bei den Händlern steht, schaut man mit einem Stirnrunzeln auf das Triebwerk. Wie unter anderem schon beim CX-30 ersetzt ein elektrifizierter Reihenvierzylindermotor mit 2,5 Litern Hubraum den bisherigen 2,0-Liter-Verbrenner. Die Leistung ist ebenso identisch: 104 kW / 141 PS und ein maximales Drehmoment von 238 Newtonmetern. Allerdings ist der CX-5 von den Ausmaßen und dem Gewicht her schon eine andere Hausnummer. Das Gewicht ist mit maximal 1.687 Kilogramm noch überschaubar. Also absolviert der CX-5 mit Vorderradantrieb den Standardsprint von null auf 100 km/h in 10,5 Sekunden.

Bei Mazda geht es nicht um das Tempobolzen, sondern das entspannte Vorankommen. Und da bietet dieser Motor auch beim größeren Modell mit seiner Leistungscharakteristik vor allem bei höherer Last sowie mittleren und höheren Geschwindigkeiten einen Verbrauchsvorteil gegenüber dem 2.0 Liter Skyactiv G 165 Triebwerk. Da die Volllastanreicherung reduziert wurde, muss das durch den Hubraum und die Elektrifizierung kompensiert werden. „Wenn man mit einem 2.0-Liter-Saugmotor fahren würde, wäre, hätte der 100 PS“, verdeutlicht Christian Schulze, Geschäftsführer im deutschen Mazda-Entwicklungszentrum. Auch die Sechsgangautomatik haben die Ingenieure verbessert.

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