Die sportlichsten Opel-Modelle aller Zeiten

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VonStefan Grundhoff

12. November 2025

Energiegeladen

Opel war einst die sportlichste aller deutschen Volumenmarken. Doch nach der Übernahme durch den Stellantis Konzern war es mit der jahrzehntelang gelebten Sportlichkeit schnell vorbei. Doch nun könnte die Dynamik mit dem Opel Mokka GSE zurückkommen. Wir zeigen die sportlichsten Opel-Modelle aller Zeiten.

Die Opel-Verantwortlichen machen keinen Hehl daraus, dass man sich auf die Rückkehr zu sportlichen Modellen freut. Wirkten die hybriden GSE-Modelle als Reminiszenz an die 1970er zunächst noch etwas angestrengt, so bekommen die neuen Sportabzeichen mit dem Mokka GSE erstmals nennenswerte Substanz – und dann auch noch elektrisch. Der 281 PS starke Opel Mokka GSE ist ein Lichtblick in der aktuell alles andere als dynamischen Produktpalette der Rüsselsheimer. Dabei fährt der elektrische Mokka GSE in höchst bekannten Spuren, die Breitreifen vergangener Zeiten auf Modellen mit GSE-, GSi- oder OPC-Kürzel ausgefahren haben. Wir zeigen die sportlichsten Opel-Modelle vergangener Jahrzehnte.

Opel Kadett GT/E:

Als der VW Golf GTI noch in den Kinderschuhen steckte, legte Opel seinen Kadett GT/E auf. 1977 vorgestellt, leistete der zwei Liter großer Vierzylinder 85 kW / 115 PS und machte die Sportskanone bis zu 190 km/h schnell. Im Unterschied zum Golf GTI und ähnlich wie der Ford Escort RS wurde dieser Kadett GT/E noch über die Hinterachse angetrieben. Je nach Modell gab es nicht nur eine elektronische Benzin-Einspritzung, sondern auch Fünfgang-Getriebe und eine Sperrdifferenzial an der Hinterachse. 


Opel Calibra:

Opel und seine Coupés – das war einmal eine echte Erfolgsgeschichte – und eine sportliche zudem. Für besonders großes Aufsehen sorgte in den späten 1980er Jahren der Opel Calibra, der technisch auf dem Vectra basierte. Ihn gab es mit vier und sechs Zylindern und Leistungen bis 204 PS. Auf Wunsch war der Opel Calibra – zum Beispiel als 2.0i 16v 4×4 sogar mit Allradantrieb oder Turbolader verfügbar. Für den Antrieb des Zweitürers mit einem cW-Wert von 0,26 sorgte 150 PS starker Vierzylinder, der in bis zu 215 km/h schnell machte.

Opel Monza:

Opel und Luxus – das gab es nicht allein bei den KAD-Oberklassemodellen Admiral, Kapitän oder Diplomat. Vom Nachfolger Opel Senator gab es ab Anfang der 1980er Jahre mit dem Monza eine überaus schicke Coupévariante, die nicht nur mit 2,5 und 2,8, sondern auch mit einem 3,0 Liter großen Einspritzer für entsprechend sportliche Fahrleistungen sorgte. Der Dreiliter-Sechszylinder leistete Dank Bosch L-Jetronic 132 kW / 180 PS und machte ihn fast 220 km/h schnell. Auf Wunsch sogar mit Klimaanlage, Sitzheizung und Lederausstattung. 

Opel Kadett GSI:

Das moderne Gegenüber zum VW Golf GTI war in den 1980er und 1990er Jahren der Kadett E, der als GSI in der 1,8 Liter großen Basisvariante 85 kW / 115 PS leistet, was für über 200 km/h reichte. Auf Wunsch sogar als Bügelcabriolet. Zwischenzeitlich auf 130 PS erstarkt, gab es die spätere Version des Kadett GSi 2.0 16v auch mit 110 kW / 150 PS sowie 112 kW / 156 PS. So viel Dynamik und bis zu 220 km/h Spitze machte dem Kernwettbewerber aus Wolfsburg mächtig Reifen.

Opel GT:

Der Opel GT wurde Ende der 1960er vorgestellt zum europäischen Gegenstück der Chevrolet Corvette. Das Coke-Bottle-Design mit der starken Taillierung machte ihn speziell in Deutschland zur Legende. Von 1968 bis 1973 wurden von dem Sportcoupé aus Rüsselsheim über 103.000 Fahrzeuge produziert. Heute ist der Opel GT mit seinem maximal allerdings nur 66 kW / 90 PS starken Vierzylinder mit 150 Nm maximalem Drehmoment ein begehrter Klassiker. Über die Hinterachse angetrieben ist der GT knapp 190 km/h schnell.

Opel Manta GSi:

Spätestens durch die Manta-Filme der frühen 1990er Jahre wurde der Opel Manta in Deutschland zum Kultauto. Kein anderes Modell blieb länger am Markt als die zweite Manta-Generation. Im Herbst 1975 präsentiert, läuft der Zweitürer in 14 Jahren fast 560.000mal vom Band, wobei er über Jahre hinweg der meistverkaufte Sportwagen Deutschlands war. Das von Irmscher veredelte Sondermodell des Manta GSi Exclusiv gehört bis heute zu den beliebtesten Modellen auf dem Opel-Markt. Er bietet unter anderem spezielle Alufelgen, dreiteiligem lackierten Heckflügel und runden Doppelscheinwerfern. Viele der Versionen sind mit einem 110 PS starken Zweiliter-Vierzylinder unterwegs.


Opel Ascona 400 Rally:

Walter Röhrl wurde mit dem Opel Ascona 400 der Gruppe 4 im Jahre 1982 Weltmeister. Angetrieben wurde die Rallye-Kanone, von dem es auch zahmere Straßenversionen gab, von einem 2,4 Liter großen Vierzylinder, der Dank Weber Doppelvergaser 190 kW / 260 PS und ein maximales Drehmoment von 280 Nm leistete. Kaum mehr als eine Tonne schwer war die stark modifizierte Mittelklasselimousine je nach Hinterachs-Übersetzung bis zu 225 km/h schnell. Die Straßenversion des Ascona 400 kam auf immerhin 144 PS.

Opel Corsa OPC:

Die OPC-Modelle von Opel waren Ende der 2000er Jahre echte Sportskanonen. Bestes Beispiel ist der Corsa OPC, den die Rüsselsheimer 2007 vorstellten. Neben der normalen Version mit bereits überaus dynamischen 141 kW / 192 PS legte die sogenannte Nürburgring-Edition in Sachen Fahrwerk und Leistung nochmals nach. Der aufgeladene Vierzylinder holte aus 1,6 Litern Hubraum 155 kW / 211 PS heraus. Auf der langen Geraden der Döttinger Höhe oder Autobahn reichte das für 230 km/h. 

Opel Mokka GSE:

Mit dem Mokka GSE will Opel an seine sportliche Tradition anknüpfen. Optisch wurde der 4,15 Meter lange Mokka GSE entsprechend nachgeschärft, denn 20-Zöller, Schweller und Grilleinsätze im Rallye-Look verbreiten zusammen mit gelben Bremssätteln vorn und einer schwarzen Motorhaube Motorsportgefühle wie im eigenen Rallyepokal. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor an der Vorderachse, der 207 kW / 281 PS und ein maximales Drehmoment von 345 Nm leistet. Mit einem Leergewicht von knapp 1,6 Tonnen schafft die Elektroversion im Sportmodus 200 km/h Spitze und spurtet aus dem Stand in 5,9 Sekunden auf Tempo 100. 

Opel Corsa GSE Vision:


Auf der IAA 2025 in München ließ Opel seine Fans mit der Studie des Corsa GSE Vision Gran Turismo träumen. Der futuristische Ausblick auf die kommende Corsa-Baureihe rast jedoch nur im Videospiel Gran Turismo 7 mit zwei jeweils 350 kW / 476 PS starken Elektromotoren und einer Gesamtleistung von 588 kW / 800 PS sowie 800 Nm über den Bildschirm. Mit seinem 82 kWh großen Akkupaket spurtet der virtuelle Renner aus dem Stand in 2,0 Sekunden auf Tempo und schafft 320 km/h Spitze. Dazu kann der Fahrer im Gran-Turismo-Spiel eine Boostfunktion nutzen, die vier Sekunden weitere 59 kW / 80 PS beisteuert. Dafür, dass die Leistung zumindest in dem Videospiel auf die Fahrbahn gelangt, sorgt eine ausgefeilte Aerodynamik mit aktiven Elementen am Heck.

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