Auf den Spuren des K-Pop
Der Hype um K-Pop nimmt kein Ende und hat längst die ganze Welt erfasst. Seine Wurzeln hat er in Seoul. Sie lassen sich bei einer Citytour im Hyundai Inster entdecken – am besten nach Sonnenuntergang.
Korea – viele verbinden das Land mit großen Tech-Konzernen wie Samsung und LG zum Beispiel oder mit den Automotive-Playern Hyundai und Kia. Gourmets denken vielleicht eher an Köstlichkeiten wie Korean BBQ. Der Damenwelt kommt bei Nennung des Landes vor allem die weltberühmte koreanische Skin Care in den Sinn – während Jugendliche sofort an etwas ganz anderes denken: an K-Pop. Da klingelt es aber nicht bei jedem. K-Pop ist die Abkürzung für Korean Popular Music, die seit den 2010er-Jahren weltweit auf dem Vormarsch ist. Dabei geht es nicht nur um eine Musikrichtung, sondern K-Pop ist zur Jugendkultur geworden – und das nicht nur in Korea. Befeuert durch Social Media und Animationsfilme wie „K-Pop Demon Hunters“ ist das Thema omnipräsent und wird durch die weltweite Community (nach Schätzungen über 250 Millionen Menschen) getragen. Dass jetzt erstmals die erfolgreichste K-Pop-Band, BTS, zu zwei Konzerten nach Deutschland kommt, sprengte bestehende Grenzen: Wer bislang glaubte, ein Taylor-Swift-Konzert wäre schnell ausverkauft, erlebte nun ein neue Dimension.

So global das K-Kop-Phänomen auch ist, seine Wurzeln hat es in Seoul. Für Fans in aller Welt ist es ein Muss, sich in der koreanischen Hauptstadt auf Spurensuche zu begeben. Und weil Seoul nebst Umland (im gesamten Ballungsraum leben etwa die Hälfte aller Südkoreaner) so weitläufig ist und viele K-Pop-Ziele eher versteckt sind, lohnt es, mobil zu sein. Was ist da naheliegender, als mit einem Hyundai Inster die Metropole zu erkunden – schließlich verkörpert der Kleinwagen viel von dem, was auch K-Pop ausmacht: ungewöhnlich, dynamisch, ein bisschen frech und vor allem stylisch. Die Community würde Idol zu ihm sagen. Alle K-Pop-Protagonisten werden so genannt. Und da passt der Inster gut dazu.
In Korea heißt dieser allerdings Caspar und wird dort in zwei Längen angeboten – wobei nur die 3,83-Meter-Langversion in Europa erhältlich ist. Doch viel mehr ist es das knuffige Design, mit dem der viertürige Inster punktet. Mit seinen freundlichen Rundscheinwerfern vorn, den pixeligen Rückleuchten hinten und den gedrungenen Proportionen könnte er auch automobiles Mitglied einer Boygroup sein. Allerdings eines, das mit praktischen Extras schnell in die Rolle von „Schwiegermutters Liebling“ schlüpft. Er glänzt mit vielen nützlichen Ablagen, intuitiver Bedienung in einer Kombi aus Touchscreen und haptischen Schaltern sowie einer Raumeffizienz, die immer wieder überrascht. So lassen sich beispielsweise alle vier Sitze zu einer durchgängigen Fläche umklappen. Damit kann man auch schon mal die Nacht im Auto zubringen.

Doch in Seoul zählen erst einmal andere Qualitäten. Eines der wichtigen Must-Sees für K-Pop-Fans ist zweifelsohne das Hybe-Building. Das 2021 fertiggestellte Hochhaus ist die Zentrale der Unterhaltungsagentur Hybe, die unter anderem K-Pop-Größen wie BTS und Seventeen unter Vertrag hat. Weil es auch die Produktionsstudios beherbergt, kommen die Stars zwangsläufig regelmäßig dorthin, was wiederum die Fans zu Besuchen für Selfies und hoffnungsvollen Blicken veranlasst. Doch kaum ist der Inster dort abgestellt, um ein paar Fotos zu machen, naht bereits der restriktive Sicherheitsdienst. Also schnell Gas geben, um im Verkehr unterzutauchen. Als E-Auto mit 115 PS gelingt das lässig. Die 10,6 Sekunden, die man bis Tempo 100 brauchen würde, sind hier gar nicht gefragt.
Die Reichweite von 370 Kilometern ist es auch nicht, selbst wenn Seoul groß ist und so mancher K-Pop-Hot-Spot eher dezentral liegt. Zum Beispiel die Gangnam-Style-Statue im Bezirk Samseong-dong. Das Bronzekunstwerk von 2015, das die Hände des Künstlers Psy zeigt, feiert den weltweiten Durchbruch des K-Pop. Auch in Deutschland war das Lied Gangnam-Style wochenlang die Nummer eins in den Charts. Parktisch: Die Statue befindet sich direkt an der Starfield-Coex-Mall, in der es alle Arten von K-Pop-Merchandising zu kaufen gibt.

Während die Mall mit einer bequemen Tiefgarage für den Inster aufwartet, sieht das beim nächsten Ziel ganz anders aus. Es geht in den Stadtteil Seongsu-dong. Hier ist alles viel enger, es fehlen die großer Glitzer-Hochhäuser und die vielspurigen Straßen. Und auch die Parkplätze. Jetzt beweist der Inster seine Wendigkeit und hilft mit seiner Übersichtlichkeit, das Verkehrschaos zu meistern. Seongsu-dong ist eher ein verstecktes Juwel der Kreativität und Kultur. Aus gutem Grund wird es auch das Brooklyn von Seoul genannt. An Backsteingebäude, die einst Fabriken waren, reihen sich in der Seonsu Street Pop-up-Stores von Top-Designern, durchzogen mit angesagten Cafés und Restaurants, vor denen es lange Warteschlangen gibt – meist dann, wenn dort in den Tagen zuvor ein K-Pop-Star gesichtet wurde. In diesem Viertel, so erzählt man sich, nahm K-Pop seinen Anfang. Heute ist es jedenfalls der Bezirk, in dem Musikkultur gelebt wird.
Für viele K-Pop-Fans ist noch ein anderes Ziel Teil des Pflichtprogramms, obwohl es augenscheinlich erst einmal nichts mit Musik zu tun hat: der N Seoul Tower, der 237 Meter hohe Fernsehturm auf dem Berg Namsan. Er bietet nicht nur eine bombastische Aussicht auf die Stadt, sondern ist Zuschauern von „K-Pop Demon Hunters“ ein Begriff: Vor seiner Kulisse findet das finale Musik-Battle statt, bei dem die Girlsband Huntr/x als Sieger hervorgeht und die Dämonen besiegt. Der Soundtrack dazu läuft im Inster, während er entspannt den Anstieg zum Namsan nimmt. Aus dem großen Panorama-Glasdach lässt sich der Turm von unten in voller Pracht bestaunen. Unglaublich, wie viel K-Pop-Atmosphäre in so einem kleinen Wagen eingefangen werden kann.

Technische Daten: Hyundai Inster
- Motor: Elektromotor mit 85 kW (115 PS)
- Maximales Drehmoment: 147 Nm
- Batteriesystem: Kapazität: 49 kWh
- Ladezeit (DC) 10-80 Prozent: 30 Minuten
- Länge: 3.825 mm / Breite: 1.610 mm / Höhe: 1.575 mm
- Radstand: 2.580 mm
- Leergewicht: 1.410-1.503 kg
- Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
- Beschleunigung 0-100 km/h: 10,6 s
- Elektrische Reichweite (WLTP): 360-370 km
- Verbrauch: 15,1 kWh/100 km
- Preis: ab 25.900 Euro




