Auf neuen Pfaden
Ruhig ist es in den vergangenen Jahren rund um die Allradmarke Subaru geworden. Mit der Elektroversion des Outback will man an alte Erfolge anknüpfen und sich wieder auch mehr zur Motorleistung bekennen.
Die Rallyeerfolge des blauen Impreza liegen in weiter Ferne und auch der imageträchtige Subaru Outback wird mittlerweile längst nicht mehr von einem drei Liter starken Sechszylinder-Boxer, sondern einem müden Vierzylinder mit gerade einmal 169 PS angetrieben. Mit der neuen Elektroversion wollen die Japaner wieder zurück in die zumindest zweite Reihe fahren und zur extravaganten Alternative zu Premiummarken wie Audi, BMW, Mercedes oder Volvo werden. Hierzu wird der 4,85 Meter lange Mittelklasse-Kombi an Vorder- und Hinterachse von zwei jeweils 167 kW / 224 PS starken Elektromotoren angetrieben, die eine Gesamtleistung von immerhin 280 kW / 381 PS abgeben. Das maximale Drehmoment des Familienallradlers liegt bei knapp 540 Nm.

Dadurch kann der japanische Crossover aus dem Stand in beeindruckenden 4,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, wird jedoch trotz der hohen Motorleistung bereits bei 180 km/h elektronisch abgeregelt. Auch beim Nachladen des knapp 75 kWh großen Batteriepaketes im Unterboden geht es betont gemächlich zu, denn die maximale Geschwindigkeit an einem Schnelllader beträgt gerade einmal 150 kW. Immerhin kann die normale 11-kW-Ladung an einem AC-Stecker optional auf 22 kW verdoppelt werden. Die maximale Reichweite liegt bei rund 520 Kilometern. Auch beim etwaigen Hängerbetrieb macht sich der Elektroantrieb bemerkbar, denn der Subaru E-Outback darf gerade einmal Anhänger bis zu einem Gewicht von 1,5 Tonnen an den Haken nehmen. Nachdem der elektrische Solterra nicht viel mehr darstellt, als ein umgelabelter Toyota bZ4x, ist der e-Outback der erste in Eigenregie entwickelte Elektro-Subaru, der aus dem Werk im japanischen Yajima kommend, im Herbst auf den Markt rollt. Ab 2030 will der japanische Fahrzeughersteller die Hälfte seines weltweiten Absatzes mit batterieelektrischen Fahrzeugen erzielen und bis 2028 mehrere neue EV-Modelle auf den Markt bringen. Allein in diesem Jahr sind drei elektrischen SUV-Modelle geplant. Der Preis des Subaru E-Outback dürfte bei knapp 60.000 Euro liegen.
Der Innenraum präsentiert sich im bekannt blassen Subaru-Design. So gibt es viel Hartplastik und wenig charmante Elemente, wobei die Verarbeitung ebenso wie das Platzangebot passen. Der Fahrer wird über eine kleine Instrumenteneinheit und einen zentralen 14-Zoll-Bildschirm informiert. Auf der breiten Mittelkonsole lassen sich Module wie Gangwahl oder Allradmodus steuern, während hier zwei Smartphones in Ablagen aufladen können. Neben dem guten Platzangebot bietet der neue Subaru E-Outback jede Menge Raum für Gepäck. Das 595 Liter große Ladeabteil lässt sich hinter der elektrischen Ladeklappe durch Umlegen der Rückbank auf bis 1.718 Liter erweitern.
















