Auf die harte Tour
Es hat lange gebraucht, ehe die Erfolge der rustikalen Offroader wie Mercedes G-Klasse, Toyota Land Cruiser oder Land Rover Defender die Konkurrenz aufweckten. Auf der New York Autoshow stellte Hyundai nun mit dem Boulder eine Studie vor, die einen kantig-kastigen Südkoreaner ankündigt.
Mercedes G-Klasse, Land Rover Defender und Toyota Land Cruiser haben es vorgemacht – Ford Bronco, Nissan Patrol oder selbst ein kleiner Suzuki Jimny folgten den ausgefahrenen Fahrspuren. Jetzt enthüllte Hyundai auf der New York Autoshow im Jacob Javits Center sein Boulder Concept. Der rustikale Sport-Offroader soll den Ausblick geben auf einen Geländewagen, den die Südkoreaner wohl 2029 auf den Markt bringen wollen. Dabei ist der Boulder mit einer robusten Leiterrahmenstruktur unterwegs, die ihn für den harten Geländeeinsatz vorbereiten soll. Damit soll sich der Klettermaxe nicht allein, aber bevorzugt an eine amerikanische Kundschaft richten, die sich aus Gründen von Design, Hängerbetrieb, Zuladung und Geländeeinsatz bisher für einen Pick-Up entschieden haben.

„Das Boulder Concept zeigt, wie Hyundai versucht, amerikanischen Kunden mehr von dem zu bieten, was sie sich wünschen“, sagte José Munoz, CEO der Hyundai Motor Company, „Fahrzeuge mit Leiterrahmen sind das Rückgrat amerikanischer Arbeits- und Abenteuerkultur, und wir werden im Segment der mittelgroßen Pickups mit all unseren Ressourcen konkurrieren. Der Leiterrahmen-Truck ist eines von 36 neuen Hyundai-Modellen, die bis 2030 in Nordamerika auf den Markt kommen.“
Der Auftritt des Boulders mit seinen ausladenden Kotflügeln, aufrechtem Grill mit Doppelscheinwerfern und üppig dimensionierten 37-Zoll-Geländereifen ist imposant. Details wie ein Ersatzrad an der beidseitigen Heckklappe nebst versenkbarer Scheibe, robuste Griffe, Dachscheinwerfer und Abschlepphaken sollen unterstreichen, dass es der Hyundai beim Geländeeinsatz ernst nimmt. Große Böschungs- und Rampenwinkel sollen zusammen mit Allradantrieb, Geländeprogrammen und Offroadreifen dafür sorgen, dass der Hyundai Boulder abseits befestigter Pisten nicht allein gut aussieht, sondern auch vorwärts kommt. Der Fahrer wird über ein entsprechendes Navigationssystem auch beim Offroad-Fahren wie von einem digitalen Beifahrer unterstützt. Innen bietet der Allradler wie der aktuelle Wettbewerb robuste Materialien an Haltegriffen und anderen stark beanspruchten Stellen. Häufig genutzte Bedienelemente umfassen griffige Drehknöpfe und Tasten für eine sichere und zuverlässige Bedienung, selbst auf unebenem Gelände.

„Die Entwicklung eines robusten Midsize-Pickups bietet Hyundai in den Vereinigten Staaten ein bedeutendes Wachstumspotenzial“, so Randy Parker, Präsident von Hyundai Motor North America. „Pickups mit Leiterrahmen spielen in diesem Marktsegment eine zentrale Rolle, und wir sehen eine klare Chance, unseren Kunden eine neue Alternative zu bieten, die ihren Arbeits-, Reise- und Lebensstil widerspiegelt.“ Über das Antriebskonzept haben die Südkoreaner bisher kaum etwas verraten. Angesichts von Markt und Einsatzzweck ist jedoch ein hybrider Verbrenner wahrscheinlich.




