Porsche 911 GT3 S/C

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VonStefan Grundhoff

15. April 2026

Oben ohne im Sturm

Einen offenen Porsche 911 mit GT3-Geben gab es bisher allenfalls mit dem 911 Speedster der Generation 991 zu genießen. Erstmals legen die Zuffenhausener nunmehr den 911 GT3 S/C auf – ein emotionaler Saug-Boxer mit 375 kW / 510 PS und elektrisch sich öffnendem Stoffdach.

Ein GT3-Cabrio – davon haben viele Porsche-Fans schon lange geträumt. Kein offener GT3 für den Einsatz auf der Rennstrecke, sondern eher für die leistungsstark motorisierte Wochenendtour in die Berge oder auf der kurvenreichen Landstraße. Diesen puristischen Fahrspaß bietet ab sofort der Porsche 911 GT3 S/C in der Kombination von vier Liter großen Sechszylinder-Saugboxer, Hinterradantrieb, Sechsgang-Handschaltung und elektrischem Stoffdach. Das alles zu einem Preis, der es in sich hat, denn es geht bei mehr als opulenten 269.000 Euro los. Damit ist er immerhin etwas günstiger als der Porsche 911 Turbo S Cabriolet mit 711 PS und Allradantrieb. Der geschlossene Porsche 911 GT3 kostet jedoch nur 209.000 Euro. 

Wer sich beim offenen GT3 für das Street-Style-Paket mit Karo-Sportsitzen und weiteren Details entscheidet, legt nochmals knapp 28.000 Euro drauf. „Der emotionale Antrieb des 911 GT3 kommt bei Fahrten mit offenem Dach auf kurvigen Landstraßen noch besser zur Geltung. Vor allem weil wir es geschafft haben, das Gewicht des 911 GT3 S/C mit 1.497 Kilogramm trotz vollautomatischem Verdeck besonders niedrig zu halten“, erläutert Porsche-911-Baureihen-Leiter Frank Moser, „das sind gerade einmal rund 30 kg mehr als beim 911 Speedster der Generation 991.“

Optisch unterscheidet sich der offene Spaßmacher von den zahmeren Elfer-Cabrios durch Leichtbaukomponenten wie Fronthaube, Kotflügel und Türen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff wie beim 911 S/T. Bremsen und Magnesiumräder (im Format 255/35 ZR 20 vorn und 315/30 ZR 21 hinten) stammen ebenfalls vom S/T-Derivat, denn serienmäßig ist beim offenen GT3 statt der Graugussbremse die mehr als 20 Kilogramm leichtere PCCB-Bremsanlage verbaut.  Um das Gewicht der offenen Sportversion zu minimieren, ist auch das elektrische Stoffdach mit Leichtbaukomponenten aus Magnesium versehen. Eine nur 40-Ah-Lithium-Ionen-Batterie reduziert das Leegewicht um weitere vier Kilogramm.

Die Fahrleistungen sind entsprechend, denn aus dem Stand beschleunigt der offene Sport-Elfer in 3,9 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 313 km/h. Wohl noch wichtiger: in zwölf Sekunden öffnet und schließt sich das Stoffdach auf Knopfdruck, während das ausfahrbare Windschott eine Sturmfrisur weitgehend verhindert. Zum ersten Mal kommt beim 911 GT3 S/C bei einem offenen Porsche 911 die Doppelquerlenker-Vorderachse zum Einsatz, wobei die Fahrwerksabstimmung des neuen 911 GT3 S/C dem geschlossenen GT3 mit Touring Paket entspricht. 

Geschmacksache ist das optionale Street Style Paket mit auffälligen Dekorgrafiken auf den vorderen Kotflügeln sowie Porsche-Schriftzüge an den Fahrzeugseiten in rot. Dazu kommen unter anderem Details wie Bremssättel in Gold, abgedunkelten LED-Scheinwerfer, in Wagenfarbe lackierte Airblades, Sportsitze mit einem gestickten Wappenumriss und die Sitzmittelbahnen sind mit vierfarbigem Flechtleder in Schiefergrau, Indischrot, Magnesiumgrau oder Kalahari bezogen. Zusätzlich ist der Innenraum nahezu vollständig mit Leder ausgeschlagen. Jeder Kunde bekommt einen entsprechend farblich angepassten 911 GT3 S/C Chronographen. Passt perfekt zum Drehschalter, mit dem der offene GT3 gestartet wird – statt des üblichen Starterknopfs. 

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