Audi Q7 MHEV

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VonStefan Grundhoff

11. Juni 2026

Der kleine große Bruder

Audi stellt noch in diesem Jahr ein neues SUV-Doppelpack vor, das es in sich hat. Während der große Luxus-SUV Audi Q9 vorrangig für die USA gedacht ist, soll sein alles andere als kleiner Bruder Q7 weiterhin insbesondere in Europa punkten – mit gleichen Qualitäten. Der Antrieb überrascht, denn zunächst gibt es nur einen Diesel. Ein Plug-in-Hybrid folgt erst später.

Edler und wuchtiger ist er geworden, der neue Audi Q7 und seine Abstammung vom nochmals deutlich größeren Luxusmodell Q9 sieht man ihm auf den ersten Blick an. Die Platzverhältnisse im schicken Innenraum sind noch üppiger als beim Vorgänger, doch insbesondere beim Komfortniveau hat der neue Audi Q7 spürbar zugelegt. Denn erstmals ist der rund fünf Meter lange Crossover nicht allein als Fünf- oder Siebensitzer zu bekommen. Die erstmals angebotene Version mit zwei Einzelsitzen war überfällig und dürfte sich insbesondere bei Familien mit zwei Kindern einer großen Beliebtheit erfreuen. Da nur selten in der zweiten Q7-Sitzreihe drei Personen eng sitzen dürften, ist die Einzelsitzanlage in Sachen Reisekomfort ein deutlicher Mehrwert im neuen Oberklasse-Crossover, da sich die Sitze nicht nur elektrisch verstellen, sondern auch klimatisieren lassen. Das Ladevolumen hinter der elektrischen Kofferraumklappe beträgt zwischen 722 und 2.075 Litern. 

Audi Q7 SUV

Überraschend präsentiert sich zumindest auf dem europäischen Markt die überschaubare Antriebspalette. Der Diesel erlebt eine Renaissance. Zumindest zum Marktstart im September ist die dritte Generation des Audi Q7 nur als Dreiliter-Diesel in zwei Leistungsstufen von 180 kW / 245 PS / 500 Nm und 220 kW / 299 PS / 630 Nm zu bekommen, deren Normverbräuche zwischen 7,1 und 8,0 Litern Diesel auf 100 Kilometern liegen. Der Selbstzünder verfügt über ein Hybridmodul mit elektrischem Verdichter für spontanes Ansprechen sowie einen Generator mit 18 kW / 24 PS / 370 Nm für zusätzlichen Boost und kann so auch rangieren oder kurze Stücke rein elektrisch zurücklegen. Eine Plug-in-Version in Verbindung mit einem V6-Benziner scheint gesetzt, doch nicht allein sportlich orientierte Kunden dürften einen leistungsstarken Sechszylinder ebenso vermissen wie eine imageträchtige Achtzylinderversion, die auch die jeweiligen Konkurrenten anbieten. Diese bleibt zunächst jedoch dem US-Markt vorbehalten.

Alle Märkte können sich hingegen über einen Innenraum freuen, der bequeme Sitze vorne wie hinten, zahlreiche Ablagen und ein Instrumentenpaket aus bis zu drei großen Bildschirmen für Fahrer und Beifahrer sowie einem Head-Up-Display bietet. Neu ist ein großes Panoramadach, dass sich zwar lichtundurchlässig schalten, jedoch nicht mit einer Jalousie verschatten lässt. Das Dach lässt sich elektrisch öffnen und bei Dunkelheit mit 78 LEDs stimmungsvoll illuminieren. Das Lichtsystem offeriert mit den variablen LED-Scheinwerfern nicht allein verschiedene Sicherheits- und Inszenierungsfunktionen, sondern auch einen neuen Blinker, der Richtungsänderungen auf den Bereich um das Fahrzeug projiziert, was insbesondere Fußgängern und Radfahrern helfen soll. 

Das Basispaket des Audi Q7, der unverändert in Bratislava gebaut wird, umfasst die Kombination aus Allradantrieb, Achtgangautomatik und Stahlfederung, die sich auf Wunsch durch eine variable Luftfederung ersetzen lässt, das das Fahrniveau den einzelnen Fahrprogrammen anpasst und auch einen einfacheren Einstieg ermöglicht. Der Basisdiesel Audi Q7 3.0 TDI Quattro mit 245 PS startet im September ab 87.900 Euro; der stärkere Bruder kostet mindestens 90.500 Euro.

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