Drei Fragezeichen
An sich hat BMW die Namensrechte an Alpina übernommen und jüngst mit eleganten seiner Coupéstudie einen Ausblick auf kommende Generationen gegeben. Doch der Edeltuner aus Buchloe kreiert unter dem Namen Bovensiepen Automobile weiterhin luxuriöse Tourenwagen der anderen Art.
So langsam blickt hier kaum einer mehr durch. BMW stellte jüngst beim Concorso d’Eleganza am Comer See mit dem Vision BMW Alpina einen Ausblick auf künftige Serienmodelle der nunmehr hauseigenen Submarke vor. Den Anfang machen sollen ab Ende 2027 besonders exklusive Versionen von 7er und X7, die unter dem Label BMW Alpina gegen Edelmarken wie Maybach, Aston Martin, Ferrari oder Bentley antreten. Alpina hat seine Markenrechte zwar 2022 an BMW abgetreten, bringt jedoch weiterhin besonders exklusive Hochgeschwindigkeitsmodelle unter dem neuen Firmennamen Bovensiepen zu den Kunden – auf so viel mehr als einer BMW-Plattform.

Nach dem Auftaktmodell des Bovensiepen Zagato auf Basis des BMW 4ers ist der GT 05 nunmehr das zweite Modell des Veredlers aus dem Allgäu. Der Bovensiepen GT 05 wandelt dabei betont selbstbewusst auf den Spuren des ehemaligen Hochleistungskombis Alpina B5. Der neue Bovensiepen 05 GT ist genau das richtige, wenn einem der pausbäckige Powerauftritt des BMW M5 Touring zu aufdringlich ist, denn der Kombi aus Buchloe ist ebenfalls mit einem leistungsstarken Plug-in-Hybridantrieb unterwegs und übertrifft die Motorleistung des M5 mit seinen 535 kW / 727 PS nochmals deutlich und katapultiert seine Insassen höchst komfortabel mit 588 kW / 800 PS über die linke Spur der Autobahn.
Die leichten Modifikationen des Bovensiepen GT 05 stammen dabei diesmal nicht von Zagato, sondern dem ehemaligen BMW-Designer Frank Stephenson, der insbesondere dem ersten BMW X5 oder der Neuauflage des Mini ab Ende der 1990er Jahre ein Gesicht gab. „Gemeinsam mit dem Team von Stephenson haben wir einen intensiven Entwicklungsprozess durchlaufen – von Skizzen bis hin zur Arbeit mit den Designern direkt am Fahrzeug in Buchloe“, erläutert Geschäftsführer Andreas Bovensiepen, „nur dort lassen sich die feinen Nuancen in Proportion, Oberfläche und Linienführung wirklich entdecken – und auch ertasten.“

Wichtiger als die leichten Designmodifikationen an Front und Heck mit der vierflutigen Edelstahl-Auspuffanlage dürften die potenziellen Kunden der Antrieb sein und dieser bietet mit der Kombination aus 4,4 Liter großem V8 Doppelturbo und Elektromotor im Getriebetunnel mit 588 kW / 800 PS und gigantischen 1.100 Nm noch mehr Leistung als der technische Plattformgeber BMW M5 PHEV, der als Limousine und Kombi angeboten wird. Aus dem Stand beschleunigt der Power-Hybride trotz eines Leergewichts von über 2,5 Tonnen in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und bietet mit 305 km/h eine ähnliche Maximalgeschwindigkeit wie der BMW M5. Der Normverbrauch: 5,3 Liter Super auf 100 Kilometer oder 17,0 kWh.
Für den Basispreis von stattlichen 198.900 Euro gibt es nicht nur exklusive Dreingaben und die üppige Motorleistung, sondern auch 21-Zöller sowie eine besonders exklusive Innenausstattung mit edlem Lavalina-Leder. Sonderwünsche wie ein ausgekleideter Laderaum in Alcantara oder Prägestempel in den Kopfstützen – nahezu alles ist machbar, wenn der Edellaster im vierten Quartal 2026 zu den Kunden rollt.
















